90% der VMware-Kunden erwägen Wechsel

7. Oktober 2026 um 14:44
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Foto: Broadcom

Steigende Lizenzkosten und weniger Wahlfreiheit bei den Produkten sind Gründe für die langjährigen VMware-Kunden, sich nach Alternativen umzusehen.

Der Virtualisierungsanbieter VMware könnte in den nächsten Jahren einen Grossteil seiner Kundschaft verlieren. Laut einer Umfrage von Unisphere Research im Auftrag des IT-Anbieters Rimini Street ziehen 90% Alternativen zu VMware in Betracht. Der Treiber sind die steigenden Lizenzkosten nach der Übernahme durch Broadcom.
Jeder Zweite (54%) der global befragten 269 VMware-Anwender nennt das Auslaufen des Supports für unbefristete Lizenzen als Grund, alternative Optionen zu prüfen. Alle haben gemein, dass Kosten der wichtigste Faktor für Entscheidungen zur Virtualisierungsstrategie sind.
Allerdings sind sich die Anwenderunternehmen auch bewusst, dass ein Wechsel des Anbieters mit Herausforderungen verbunden ist. In der Umfrage genannt wird die operative Komplexität (40%), der Aufwand bei der Verwaltung mehrerer Anbieter (38%), die Absicherung der vergrösserten Angriffsfläche (37%) und Anforderungen an die Qualifikationen der Teams (37%).

Hybride Umgebungen sind die Zukunft

Bei den alternativen Anbietern kristallisiert sich in der Umfrage kein eindeutiger Gewinner heraus. Vielmehr würden 60% der Befragten eine Strategie mit mehreren Hypervisoren erwägen, die sowohl betriebliche als auch finanzielle Ziele unterstützten. 47% könnten sich eine hybride IT-Virtualisierungsumgebung aus Hypervisoren und Containern vorstellen, um Workloads variabel verteilen zu können. Ein gleich grosser Anteil der Befragten (48%) hat nicht vor, ihre Ressourcen auf VMware Cloud Foundation zu verlagern.
Für die Studienautorinnen und -autoren spiegeln sich in den Ergebnissen der Trend einer zunehmenden Diversifizierung der Virtualisierungsstrategien. Während Unternehmen ihre Modernisierungsstrategien neu bewerten, wählten sie zunehmend Ansätze, die lokale Infrastruktur, Private Cloud, Public Cloud und alternative Hypervisoren kombinieren. Damit könnten sie Flexibilität bei den Workloads, betriebliche Effizienz und bessere Kostenkontrolle gewährleisten.

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