Armee wählt Microsoft 365 als Kollaborationsplattform

6. November 2023 um 14:36
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Armeeangehörige können in Zukunft private Endgeräte für die Zusammenarbeit benützen. Foto: VBS

Der Rollout startet schon im laufenden Monat und soll nächstes Jahr abgeschlossen werden.

Wie der Bund mitteilt, wird die Schweizer Armee Microsoft 365 als Kollaborationsplattform für die Kader und die Truppen einführen. Die so entstehenden Daten, versichert der Bund, werden "auf einer Cloud in der Schweiz" gespeichert.
Die Armee folgt damit der Bundesverwaltung. Wie der Bundesrat Mitte Februar bekannt gab, soll die Verwaltung künftig mit Microsoft 365 arbeiten. Die Einführung ist schrittweise geplant und soll Ende 2025 abgeschlossen sein.
Die Einführung bei der Armee laufe aber unabhängig von der Einführung bei der Bundesverwaltung, heisst es in der Mitteilung. Trotzdem dürfte auch der Entschluss der Armee kontrovers diskutiert werden, insbesondere die Frage, ob US-Behörden auf von Microsoft gespeicherte Daten zugreifen könnten, auch wenn diese in Schweizer RZs gespeichert sind.

Einführung beginnt bereits

Schon im laufenden Monat sollen die Kommandanten von Abteilungen und Truppenkörpern der Armee Microsoft 365 für die Planung der Wiederholungskurse sowie für ausserdienstliche Aufgaben erhalten. In diesem Monat beginnen auch schon Schulungen für die Truppen, die im Januar bis März 2024 ihren WK leisten. Die Kader der entsprechenden Truppen können ihre Vorbereitungen dafür mittels Teams vornehmen.
Bis Ende 2024 werden alle WK-Einheiten sowie die Stäbe der Grossen Verbände im Umgang mit Microsoft 365 und Teams sowie den militärspezifischen Abläufen geschult werden. Damit Ende des nächsten Jahres werde die Plattform allen Milizkadern zur Verfügung stehen, so der Bund.

Kommunikation über private Geräte

Die Verwendung eines handelsüblichen Produkts solle die Zusammenarbeit unter den Milizkadern erleichtern, sagt die Armee. Zwei Tests mit WK-Verbänden hätten entsprechende Erfolge ausgewiesen. Die Plattform werde so konfiguriert, dass Kommandanten und Superuser ihren Kadern entsprechende Accounts zuweisen können. Alle Beteiligten könnten so ihre privaten Endgeräte verwenden, um gemeinsame Planungen vorzunehmen und sich mit den Angehörigen ihrer Einheit digital auszutauschen. Damit entfalle das aufwändige Versenden von Dokumenten, und die Befehlsdossiers könnten gemeinsam, sicher und remote erstellt werden.

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