Bei Github steckt noch immer der Wurm drin

25. November 2025 um 15:12
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Foto: George Dagerotip / Unsplash+

Die Shai-Hulud-Malware hat über 500 npm-Pakete infiziert und zehntausende Github-Repositories zur Exfiltration gestohlener Entwickler- und Cloud-Geheimnisse erzeugt.

Die im September erstmals entdeckte, wurmartige Malware Shai Hulud sorgt erneut für weitreichende Störungen im Javascript-Ökosystem. Sicherheitsforscher des Security-Unternehmens Socket berichten von mehr als 700 kompromittierten Paketversionen über mindestens 500 npm-Pakete hinweg, darunter weit verbreitete Tools wie Zapier, ENS Domains, Posthog und Postman.
Die Angreifer nutzten kompromittierte Maintainer-Konten, um legitime Pakete zu kopieren, zu manipulieren und als neue Versionen hochzuladen. In vielen Fällen tauchten Warnmeldungen im npm-Registry auf, die auf unautorisierte Veröffentlichungen hinweisen.

Preinstall-Skripte schleusen Schadcode ein

Sämtliche betroffene Pakete enthalten ein manipuliertes Preinstall-Skript, das die Javascript-Runtime Bun nachlädt und einen zweiten, stark verschleierten Payload ausführt. Analysen von Step Security zeigen, dass zum einen Github-, npm- und Cloud-Tokens (AWS, Azure, GCP) automatisch ausgelesen werden. Zum anderen werden weitere lokale Daten wie Cookies und Systeminformationen gesammelt und gefundene Geheimnisse über automatisch erstellte Github-Repositories exfiltriert.
Die Bedrohung habe sich innert weniger Stunden vervielfacht. Der Security-Anbieter Wiz identifizierte eigenen Angaben zufolge über 25'000 Github-Repositories, die zur Exfiltration missbraucht wurden. Demnach wurden rund 500 kompromittierte Github-Konten zur Anlage neuer Repositories verwendet.
Laut Wiz verwenden rund 27% der gescannten Cloud- und Code-Umgebungen mindestens ein kompromittiertes npm-Paket. Einige Pakete, darunter solche von Postman und Zapier, seien inzwischen bereinigt worden. Auch npm habe kompromittierte Versionen entfernt.


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