Cambridge Analytica: US-Ermittler klagen Zuckerberg an

24. Mai 2022 um 13:46
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Foto: Anthony Quintano, Westminster / Wikimedia Commons unter Lizenz CC BY 2.0

Der Konzernchef sei "direkt an Entscheidungen beteiligt gewesen", die zum Skandal geführt hatten, argumentiert der Generalstaatsanwalt.

US-amerikanische Ermittler wollen Facebook-Gründer Mark Zuckerberg im Datenschutzskandal um Cambridge Analytica persönlich zur Verantwortung ziehen. Der Generalstaatsanwalt von Washington D.C., Karl Racine, reichte eine Klage gegen Zuckerberg ein. "Unsere Untersuchung zeigt umfangreiche Beweise, dass Zuckerberg persönlich in die Fehler verwickelt war, die zu dem Cambridge-Analytica-Vorfall führten", twitterte Racine und kündigte die neue Klage an.
Das District macht Verstösse gegen das Verbraucherschutzgesetz (Consumer Protection Procedures Act, CPPA) geltend und versucht, Zuckerberg persönlich für die Datenschutz-Verstösse verantwortlich zu machen. Denn er sei direkt an Entscheidungen beteiligt gewesen, die zu dem Skandal geführt hätten, argumentierte Racine. Der Konzernchef habe versäumt, die Daten von Facebook-Nutzern davor zu schützen, dass sie von einem Datenanalyseunternehmen abgegriffen werden. In der Klage wird ferner behauptet, dass Facebook den Verbrauchern vorgaukelte, ihre Daten seien in seinen Händen sicher.
In der Klageschrift heisst es gemäss Medienberichten, dass das District im Dezember 2018 im Rahmen eines anderen Rechtsstreits gegen das Unternehmen – ebenfalls im Zusammenhang mit Cambridge Analytica – Beweise in Bezug auf Zuckerberg erhalten habe. Die Ermittler werfen Facebook unter anderem vor, Nutzer nicht korrekt über die Weitergabe ihrer Daten informiert zu haben. Der Fall ist noch nicht abgeschlossen.
Der Generalstaatsanwalt hatte bereits zuvor versucht, Zuckerberg zu seiner 2018 eingereichten Klage gegen Facebook hinzuzufügen. Dies wurde jedoch zwischenzeitlich vom Richter abgelehnt, da Racine zu lange damit gewartet habe.

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