Cyberangriff auf 115'000 Kundendaten von Offerz

15. Oktober 2026 um 09:21
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Foto: Rupixen / Unsplash

Der Onlinehändler Offerz berichtet über einen unbefugten Zugriff auf eine Testumgebung, in der Bestelldaten von 115'000 Kundinnen und Kunden abgelegt waren.

Der Onlinehändler Offerz mit Sitz in Blumenstein bei Thun ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Dabei haben sich Unbekannte Zugang zu einer Testumgebung verschafft, wie 'Blick' berichtete. "Der Zugriff erfolgte in der Nacht des 7. Oktober 2026 und wurde am Morgen des 9. Oktober 2026 entdeckt", heisst es auf der Offerz-Webseite.
In der Testumgebung sei eine Kopie der Bestelldaten von rund 115'000 Kundinnen und Kunden aus dem Januar 2026 gespeichert gewesen. Betroffen seien Namen, Wohn- und E-Mail-Adressen, Telefonnummern, IP-Adressen sowie Angaben zum Zahlungsmittel. Passwörter und Zahlungsdaten waren laut Offerz nicht betroffen. "Ob die Daten tatsächlich abgeflossen sind, können wir nicht gesichert nachweisen. Da der Zugriff möglich war, gehen wir vorsorglich davon aus", hiess es bei Offerz weiter.

Kopie irrtümlich nicht gelöscht

Offerz erklärte weiter, eine Kopie der Bestelldaten sei bei technischen Arbeiten erstellt und in einem Cloud-Speicher abgelegt worden, auf den die Testumgebung Zugriff hatte. Die Datei hätte nach Abschluss der Arbeiten gelöscht werden müssen. Dies sei ein Fehler gewesen. Ein externer IT-Dienstleister sei für den Betrieb der Server und die Programmierung zuständig gewesen.
Offerz deaktivierte die betroffene Testumgebung, sperrte Zugänge und überprüfte die übrigen Systeme. Das Unternehmen führte eine Passwort-Reset-Pflicht ein und warnte ausdrücklich vor möglichen Betrugsversuchen. Offerz erstattete Strafanzeige und informierte den Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (Edöb) sowie das Bundesamt für Cybersicherheit (Bacs).

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