Fast täglich gibt es neue Meldungen von Schweizer Pensionskassen über mögliche Datenabflüsse durch den Cyberangriff auf die Firma PK Softech. Die
Pensionskasse des Bundes ging zuerst in die Offensive. Ihr folgten zwei
kantonale Berner Kassen, die Migros, die Post und Syngenta.
Nun füllen auch die Stiftung für den flexiblen Altersrücktritt im Bauhauptgewerbe (Stiftung FAR) und die Pensionskasse Stadt Zürich (PKZH) in die Liste der potenziellen Opfer des Vorfalls. Beide Einrichtungen prüfen nach eigenen Angaben, ob ihre Daten in falsche Hände gelangt sein könnten.
Die PKZH hat laut einer Mitteilung bis anhin mit der Software eines alternativen Anbieters gearbeitet. Der Wechsel auf die Lösung von PK Softech sei für Anfang 2027 vorgesehen gewesen. Jedoch kläre die Kasse derzeit ab, ob aufgrund von Tests im Hinblick auf den Wechsel auch ihre Daten betroffen seien. Die PKZH weist in ihrem Geschäftsbericht 2025 rund 42'600 Versicherte und etwas mehr als 21'700 Rentnerinnen und Rentner der Stadtverwaltung Zürich und von 164 angeschlossenen Unternehmen aus.
Kantonale Kassen Zürich und Tessin
Die nach eigenen Angaben grösste Pensionskasse der Schweiz, die BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich (früher Beamtenversicherungskasse), ist seit 2011 Kunde von PK Softech. Damals hatte die BVK eine Verwaltungslösung öffentlich ausgeschrieben. Der Auftrag hatte einen Wert von rund 4,9 Millionen Franken. Die Lösung werde jedoch von der Kasse in einem eigenen Rechenzentrum betrieben, sagte ein Sprecher der '
NZZ' (Paywall). Aus seiner Sicht seien die Daten der rund 103'400 Versicherten und knapp 43'100 Rentnerinnen und Rentner von dem Cybervorfall nicht betroffen. Der Lieferant besitze lediglich administrative Unterlagen von der BVK, so der Sprecher.
Als weiterer Kunden von PK Softech ist auf der Beschaffungsplattform Simap die Istituto di previdenza del Cantone Ticino gelistet. Die Kasse hat 2018 für circa 1,3 Millionen Franken einen Zuschlag für die Bereitstellung einer Versichertenverwaltung an den Baselbieter Anbieter erteilt. Informationen über die Gefährdung der Daten von rund 17'300 Versicherten und etwa 10'500 Rentenbezügen durch den Cyberangriff macht die kantonale Einrichtung bis anhin jedoch nicht.