Cyberkriminelle attackieren Agip-Betreiber Eni

1. September 2022 um 10:00
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Foto: Eni

Der italienische Energiekonzern, der auch 285 Tankstellen in der Schweiz unterhält, räumt einen Cyberangriff ein. Vermutlich handelt es sich um Ransomware.

Der italienische Energiekonzern Eni hat einen Cyberangriff bestätigt. In der Schweiz ist Eni seit 1959 vertreten und betreibt hierzulande 285 Tankstellen, teils noch unter dem alten Namen Agip, dazu zwei Lager und die Ölpipeline Oléoduc du Rhône, die zwischen Genua und der Raffinerie Collombey (VS) verläuft. Eni bietet in der Schweiz auch Business-Lösungen für Treibstoffe, industrielle Schmierstoffe und Heizöl an. Weltweit setzte der Konzern mit über 32'000 Mitarbeitenden 2021 76,5 Milliarden Euro um.
Eni sei in den letzten Tagen gehackt worden, teilte das Unternehmen am 31. August mit. "Die internen Schutzsysteme haben in den letzten Tagen unbefugte Zugriffe auf das Unternehmensnetzwerk festgestellt", sagte ein Sprecher auf Anfrage von 'Bloomberg'. Der Konzern arbeite mit den Behörden zusammen, um die Folgen des Angriffs abzuschätzen. Auf die Auswirkungen der Attacke ging Eni nicht im Detail ein.

Auch italienische Energieagentur wurde attackiert

Laut 'Bloomberg' gehen mit der Angelegenheit vertraute Personen von einem Ransomware-Angriff aus. Eine Bande hat sich bis jetzt noch nicht öffentlich dazu bekannt, auch wurden noch keine Daten geleakt.
Anfang dieser Woche wurde bereits die italienische Energieagentur Gestore dei Servizi Energetici (GSE) angegriffen. GSE ist eine der Regierungsbehörden, die für die Führung des italienischen Strommarktes zuständig ist. Die Systeme und der Betrieb von GSE seien nach dem Angriff immer noch blockiert, so 'Bloomberg'. Server wurden kompromittiert, Mitarbeitende haben keinen Zugriff auf E-Mails oder interne Daten und einige von GSE durchgeführte Energiemarktfunktionen sind ausgesetzt.

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