Cyberkriminelle haben die internationale Hotelkette Intercontinental Hotels Group (IHG) ins Visier genommen. Die Online-Buchungs-Systeme seien nur noch eingeschränkt verfügbar, heisst es bei '
The Register'. IHG ist eines der grössten Hotelunternehmen der Welt, mit Sitz in Grossbritannien. Weltweit betreibt es 6028 Hotels – etwa 11 davon befinden sich in der Schweiz. Bekannte Marken sind Crowne Plaza und Holiday Inn.
"Die Buchungskanäle und andere Anwendungen von IHG sind erheblich gestört", teilte das Unternehmen am Montag, dem 5. September, mit. Um welche Art von Cyberangriff es sich handelt, wird nicht mitgeteilt, auch nicht, ob Schweizer IHG-Hotels betroffen sind. Diese wollten auf Anfrage der Redaktion keine Auskunft über die Lage geben.
Das Unternehmen hat die zuständigen Behörden gemäss '
Bleepingcomputer.com' bereits benachrichtigt und arbeitet daran, die Systeme wiederherzustellen. "Wir werden Hoteleigentümer und -betreiber als Teil unserer Reaktion auf die anhaltende Serviceunterbrechung unterstützen. Die IHG-Hotels sind weiterhin in der Lage, ihren Betrieb aufrechtzuerhalten und Reservierungen direkt entgegenzunehmen."
Das Hotel- und Gaststättengewerbe ist für Cyberkriminelle ein gefundenes Fressen: In den Systemen wimmelt es nur so von Reisedaten und Bankverbindungen. Aus diesem Grund seien Hotels immer wieder ein interessantes Angriffsziel, schreibt 'The Register'. IHG verfüge ausserdem über Belohnungspunkte, die das Unternehmen seinen Kunden anbietet. Diese könnten dazu verwendet werden, alle möglichen Arten von illegalen Internetaktivitäten zu finanzieren.
Bereits 2017 wurde die Hotelkette Opfer eines Sicherheitsverstosses, der 3 Monate lang zu Problemen bei über 1000 Franchise-Hotels in den USA führte.