Badener Stadtrat hält an IT-Kooperation mit Aarau fest

27. Mai 2020, 13:41
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Der Stadtrat glaubt weiterhin daran, dass das Kostensenkungsziel erreicht werden kann.

Vor knapp zwei Jahren haben die Einwohnerräte der Aargauer Städte Baden und Aarau beschlossen, ihre Informatikabteilungen zusammenzulegen. Von Anfang an gab es allerdings auch Zweifel am Sinn der Zusammenlegung, vor allem unter Badener Politikern. Nach dem Abgang sowohl des Chefs der zusammengelegten Informatikabteilung als auch dem seines Stellvertreters im August 2019 erhielten diese Zweifel noch mehr Nahrung. 
Im vergangenen Herbst verlangte Gian von Planta (GLP) vom Badener Stadtrat, die Vereinbarung noch einmal zu überdenken
Nun hat der Stadtrat auf diesen Vorstoss geantwortet, wie die 'Aargauer Zeitung' berichtet. Selbstverständlich müsse sich der Zusammenschluss erst noch bewähren, so die Stadtregierung. Aber erstens glaube man weiterhin daran, dass die Ziele des Zusammenschlusses, insbesondere kostengünstigere und optimierte IT-Leistungen zu erhalten, erreicht werden können. Und für eine Erfolgsbeurteilung sei es ein knappes Jahr nach dem Zusammenschluss an einem gemeinsamen Standort schlicht noch zu früh.
Das vorgegebene Ziel war es, die Informatikkosten bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode am 31. Dezember 2021 um 15% zu senken. An diesem "anspruchsvollen Ziel" habe sich nichts geändert, so der Stadtrat, obwohl man im letzten Herbst vorübergehend die Firma BSG aus St. Gallen mit der Leitung der Informatikabteilung beauftragen musste.
Allerdings betont der Stadtrat auch, dass diese Kostensenkung auf der Basis der 2017 bestehenden Informatikleistungen berechnet werden müsse. Insbesondere die digitale Transformation führe dazu, dass im Vergleich zu 2017 zusätzliche Leistungen erbracht werden müssen, welche die Kosten in der Informatik in die Höhe treiben. Aber auch diese Kostensteigerung, so glaube man, werde aufgrund des Zusammenschlusses tiefer ausfallen als dies bei einem Alleingang der Fall wäre.
Der frühestmögliche Termin für ein Ende der Zusammenarbeit wäre der 31. Dezember 2023. Falls sich der Zusammenschluss bis zum Ende 2021 "wider Erwarten" doch nicht bewährt, könnte man die Zusammenarbeit dann immer noch auf diesen Termin hin kündigen.

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