Für Informatiker liegen 2020 Lohnerhöhungen drin

20. August 2020 um 12:56
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Eine neue Salärstudie der 'Handelszeitung' zeigt andere Löhne als diejenige des Verbands SwissICT.

"Die Löhne kommen 2020 ins Rutschen", prognostiziert die 'Handelszeitung' ('HZ') gemeinsam mit der Salärberatungsfirma Kienbaum und publiziert gleichzeitig eine eigene Salärstudie.
Die Erhebung listet unter anderem auch die Gesamtvergütungen für einzelne Informatik-Fachleute (Niveaus "Senior" und "Junior" sowie Medianlohn) auf. Dabei wurden in der Zeitung das Niveau "Professional" sowie Alterskategorien nicht differenziert.
Im Unterschied dazu publiziert auch der ICT-Verband SwissICT seit 1981 jährlich eine Studie, welche die Löhne nach den Berufsbildern aufteilt, die der Verband 'formuliert und dabei auch das Alter miteinbezieht.
Der Vergleich der Median-Lohnzahlen beider Erhebungen zeigt merkliche Unterschiede.
Beispiel: Ein Anwendungsentwickler "Junior" erhält laut 'HZ' 99'000 Franken jährlich, laut SwissICT zwischen 60'000 und 88'000 je nach Alter (Basis sind jeweils 2019er Löhne).
Als "Senior" kann man 154'000 verlangen laut 'HZ' und zwischen 93'000 und 120'000 Franken laut SwissICT.
Als Systemadministrator "Junior" erhält man je nach Alter laut Verband zwischen 60'000 und 91'000 Franken Lohn. Laut HZ sind es 92'000 Franken.
Als "Senior" dann sind es zwischen 93'000 und 116'000 Franken (SwissICT), beziehungsweise, 125'000 Franken vermeldet 'HZ'.
Generell höher sind die HZ-Löhne auch bei Projektleitern mit einem Median von 107'000 (Junior) und 136'000 (Senior). Im Unterschied betragen die Löhne in dieser Funktion laut Verbandsumfrage 76'000 bis 114'000 Franken (Junior) und 96'000 bis 120'000 Franken (Senior). 
Dasselbe Bild zeigt sich bei anderen IT-Berufsbildern.
Für Arbeitgeber, so scheint es, dürfte SwissICT die besseren, weil niedrigeren Lohn-Benchmarks bieten. Fachkräfte hingegen sollten die Erhebung der Wirtschaftszeitung mit den Salärberatungsexperten in die Verhandlungen einbringen, die höhere Saläre rapportieren.
Gut zu wissen für Arbeitgeber und -nehmer: Laut 'HZ'/Kienbaum sei bei IT-Angestellten und Software-Entwicklern eine Lohnerhöhung möglich , da sie "bisher beinahe immun durch die Krise segeln konnten".
Die Basis der Erhebungen sind bei 'Handelszeitung'/Kienbaum 52'000 Daten von 442 Firmen, über alle Branchen und unterschiedliche Berufsbilder hinweg, also auch Löhne von Buchhaltern oder Disponenten. Bei SwissICT war die Datenbasis bei der aktuellsten Erhebung 30'000 ICT-Fachkräfte-Löhne von 191 Firmen.

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