Das belgische Verteidigungsministerium hat bekannt gegeben, dass Angreifer in seine IT-Systeme eingedrungen sind. Dafür nutzten die Angreifer laut einem Militärsprecher erfolgreich die Sicherheitslücke Log4Shell in der Java-Bibliothek Log4J aus, die seit nunmehr rund zehn Tagen rund um die Welt für Aufregung sorgt.
Das Ministerium habe den Angriff am 16. Dezember bemerkt, so der Sprecher weiter. Man habe daraufhin Teile des Netzwerks ausser Betrieb genommen beziehungsweise isoliert. Laut Medienberichten aus Belgien sind einige IT-Systeme des Ministeriums auch zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht in Betrieb.
Zur Herkunft oder der Art des Angriffs äusserte sich der Sprecher des Ministeriums nicht. Die Annahme, dass Ransomware im Spiel war, liegt aber nahe. Security-Forscher haben in den letzten Tagen schon mehrere Ransomware-Gruppen identifiziert, welche versuchen, via Log4Shell in IT-Systeme einzudringen. Dazu gehört nun auch die bekannte Hackergruppe Conti, wie das Security-Unternehmen
Advanced Intelligence berichtet.
Und wieder ein Patch
Die Apache Foundation hat zudem vor 3 Tagen
nach 2.15 und 2.16 bereits die
weitere neue Log4J-Version 2.17 nachgeschoben, die eine weitere neu entdeckte Security-Schwachstelle in Log4J beheben soll. Diese erhielt die CVE-Nummer
CVE-2021-45105 und könnte DOS-Angriffe ermöglichen, weil frühere Log4J-Versionen unter gewissen Umständen in eine Endlosschleife von Selbstabfragen geschickt werden konnten.