Nach über einem halben Jahr ist nun klar, dass die hohen Anforderungen an die neue Swisspass-Generation ein Unternehmen aus Bamberg am besten erfüllt.
Für gut 6,58 Millionen Franken hat sich TCS Cards & Services die Lieferung der nächsten Swisspass-Generation gesichert. Die dafür verlangten hohen Anforderungen kann das in Bamberg ansässige Unternehmen am besten erfüllen, wie dem Zuschlag zu entnehmen ist. Denn das Unternehmen hat sich gegen drei Konkurrenten durchgesetzt.
Der Auftrag war schon bei Ausschreibung durch seine
umfassenden Anforderungen aufgefallen. So hat der neue Dienstleister zwar nichts mit der technischen Umsetzung zu tun, die bei der SBB bleibt. Doch muss er für mindestens fünf Jahre den gesamten Prozess von der Herstellung der Swisspass-Karte bis zur Übergabe an die sie ausliefernde Schweizerische Post verantworten.
Das Herzstück des Swisspass sind zwei RFID-Chips, über deren eindeutige ID in einer Datenbank Leistungen abgerufen werden können. Das hat TCS Cards & Services sicherzustellen. Zudem haben die Bamberger das Management der Schnittstellen zu den SBB-Systemen und zwischen den einzelnen Prozessschritten zu verantworten und müssen auch mögliche Drittlieferanten und Partnerdienstleistungen einbinden können.
Neben vielen anderen hat die neue Swisspass-Generation auch die 2-Faktor-Authentifizierung und zusätzliche Sicherheits- und Datenschutzanforderungen zu ermöglichen. So dann fungiert der deutsche Lieferant als Zertifizierer für die Echtheit der Karte, stellt die Public-Key-Infrastruktur und übernimmt das Management der Zertifikate und Schlüssel.
Der "alte" SwissPass wurde Mitte 2015 eingeführt. Bislang wurde er durch den Cyber-Security- und Chip-Hersteller Gemalto produziert und verwaltet. Jeder zweite Schweizer hat ihn, rund vier Millionen Karten sind inzwischen ausgeliefert und können bei 240 Schweizer Transportunternehmen und weiteren Partnern eingesetzt werden.