Trennung vom IT-Chef bleibt Thema in Thurgauer Regierung

9. Dezember 2019 um 10:26
  • e-government
image

Der Leiter des Amts für Informatik des Kantons Thurgau wurde im November freigestellt.

Der Leiter des Amts für Informatik des Kantons Thurgau wurde im November freigestellt.
Im November 2019 wurde der Chef des Amts für Informatik (AFI) des Kantons Thurgau, Leo Kuster, freigestellt. Als Grund wurde eine "unterschiedliche Auffassung über die zukünftige Führung des Amtes" angegeben. Nach der Trennung vom IT-Chef gebe es Kritik an der Informationsverweigerung des Kantons, schreibt die 'Thurgauer Zeitung'.
Kantonsrat Roland A. Huber (BDP, Frauenfeld) habe über eine parlamentarische Anfrage unter anderem in Erfahrung bringen wollen, welche finanziellen Folgen diese Entlassung habe. Doch die Anfrage sei unbeantwortet geblieben. Regierungsrat Walter Schönholzer verwies gegenüber der Zeitung auf das Amtsgeheimnis und eine Stillschweige­vereinbarung zwischen dem Kanton und dem ehemaligen IT-Leiter.
Fall werde in Geschäfts­prüfungs­kommission besprochen
Huber ist Mitglied der Geschäftsprüfungs- und Finanzkommission (GFK). Die GFK habe eine Aufsichtspflicht und man sei auf Informationen angewiesen, sagt er gegenüber der 'Thurgauer Zeitung'. Deshalb habe er sich an die weiteren Mitglieder der GFK gewandt. Der Fall dieser Entlassung müsse in der Kommission noch diskutiert werden.
Für zusätzliche Kritik sorgt dem Bericht zufolge, dass die Trennung vom IT-Chef offenbar an den Budget-Sitzungen der GFK im Oktober bereits feststand. "Der Amtschef ist bereits weg – und wir erfahren nichts", wird Huber weiter zitiert. Die GFK sei nicht für Personalentscheide zuständig, erwidert Schönholzer. (kjo)

Loading

Mehr zum Thema

imageAbo

Pully erneuert seine Rechenzentren

Die Waadtländer Gemeinde ersetzt ein RZ. Auch die komplette restliche Infrastruktur soll durch die Firma Darest Informatic erneuert werden.

publiziert am 16.7.2026
imageAbo

DV Bern erneuert Fallführungssystem für 15 Millionen

Das kantonale Amt für Sozialversicherungen will sein Fallführungssystem "Evok" erneuern. Der bisherige Partner DV Bern hat für 15,8 Millionen Franken den Zuschlag bekommen.

publiziert am 16.7.2026
imageAbo

Basel-Land will Gever-Lösung neu ausschreiben

Der Kanton will seine Geschäftsverwaltungssoftware neu ausschreiben. Hintergrund sind strategische Weiterentwicklungen beim Lieferanten und beschaffungsrechtliche Vorgaben.

publiziert am 15.7.2026
imageAbo

16 Kantone wollen Geres-Applikation erneuern

Die Ge­res-Com­mu­ni­ty sieht das Le­bens­en­de der Re­gis­ter­har­mo­ni­sie­rungs­lö­sung na­hen. Da­her wird in ei­ner Aus­schrei­bung ein Ent­wick­ler oder Lie­fe­rant ei­ner neu­en Soft­ware ge­sucht.

publiziert am 14.7.2026