WannaCry: US-Regierung will Beweise gegen Nordkorea haben

19. Dezember 2017 um 12:09
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Laut der Regierung Trump ist Nordkorea verantwortlich für die "WannaCry"-Attacke, dies schreibt Homeland-Security-Berater Thomas P.

Laut der Regierung Trump ist Nordkorea verantwortlich für die "WannaCry"-Attacke, dies schreibt Homeland-Security-Berater Thomas P. Bossert im 'Wall Street Journal'. Dafür gebe es Beweise, die auch von anderen Regierungen sowie von Microsoft bestätigt würden.
Laut 'Reuters' hält auch die britische Regierung seit Oktober Nordkorea für verantwortlich. Die Security-Firmen Kaspersky Lab, Symantec und BAE Systems vermuten die nordkoreanische Lazarus-Gruppe hinter den Attacken.
Konkreteres als bisher bekannt, publiziert die US-Regierung bislang nicht, überprüfbare Beweise fehlen. Dass Nordkorea dahintersteckt, wurde allerdings auch nicht gross angezweifelt. Mit Fakten dürften die Behörden auch künftig sparsam bleiben, um ihren Gegnern im Ungewissen zu lassen, wozu man in der Aufklärung fähig ist.
Eine offizielle US-Regierungsaussage zu WannaCry ist angekündigt.
Die Ransomware-Attacke mit WannaCry richtete sich letzten Mai auf ältere Versionen von Microsoft und verbreitete sich viral. Die Opfer hatten 72 Stunden Zeit, um mit Bitcoin im Wert von 300 Dollar zu überweisen. Allerdings half auch zahlen nichts, die Daten blieben verschlüsselt.
Zu den Opfern gehörten Konzerne wie Honda, Maersk, die deutsche Bahn, Nissan, Renault, der britische National Health Service oder Behörden in Spanien und Russland. Total 300'000 Computer in 150 Ländern sind befallen worden.
Als wichtiger Schuldiger – neben den Hackern selbst – gilt bei diversen Security-Experten die US-Regierung. Auch Microsoft äusserte Kritik. Gemeint ist speziell die NSA, welche die Lücke vor Jahren fand und beschloss, diese nicht zu melden. Darauf nahm Bossert mit keinem Wort Bezug. (mag)

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