Fujitsu spaltet seine Business Group auf

6. Februar 2023 um 11:44
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Der Fujitsu-Sitz in München. Foto: Kevin Solbrig / Unsplash

Der japanische IT-Dienstleister teilt seine Global Solutions Business Group in zwei separate Einheiten auf. Damit will Fujitsu schneller auf Bedürfnisse reagieren können.

In einer knappen Mitteilung gibt Fujitsu bekannt, seine bestehende Global Solutions Business Group in zwei separate Gruppen aufzuteilen: eine Global Technology Solutions Business Group (GTSBG) und eine Global Business Solutions Business Group (GBSBG). Damit wolle man die Expansion des Geschäfts rund um den Brand Uvance vorantreiben, schreibt der Hersteller.
Fujitsu hatte die Marke Uvance 2021 vorgestellt. Unter ihr werden verschiedene Lösungen und Services gebündelt, mit denen die Herausforderungen von Unternehmen angegangen werden sollen. Zum Portfolio gehören etwa Angebote zu Hybrid Cloud, Hybrid Work sowie Business Applikationen.
In der aktuellen Mitteilung geht Fujitsu nicht auf Details bezüglich der neuen Organisation ein. Gegenüber 'The Register' erklärt Fujitsu, dass die GTSBG für die Umsetzung und die globale Bereitstellung von Infrastrukturdiensten verantwortlich sein werde. Der Fokus liege bei den horizontalen Schwerpunktbereichen von Uvance, darunter Geschäftsanwendungen, digitale Veränderungen und hybride IT. Auf der anderen Seite werde die GBSBG für Application Services verantwortlich sein, hauptsächlich in den vertikalen Schwerpunktbereichen von Uvance, beispielsweise der nachhaltigen Produktion und Customer Experience.
Da man mit Uvance von einer "Startup- in eine Expansionsphase" übergehe, wolle man die Entscheidungsfindung des Managements unter dem neuen organisatorischen Rahmen beschleunigen, führt Fujitsu gegenüber dem Online-Magazin aus. Gleichzeitig wolle man mit der neuen Organisation sicherstellen, wettbewerbsfähig zu bleiben und sich rasch an neue Kundenbedürfnisse anpassen zu können.
Unklar ist derzeit, wie viele Mitarbeitende in jeder Gruppe tätig seien werden, wie die Abteilungen zusammenarbeiten und was die Veränderungen für die Kunden und Partner bedeuten.
Weiter teilt Fujitsu mit, zwei neue leitende Stellen zu schaffen. Die Rolle eines Chief Revenue Officer, die "Strategien zur Gewinnmaximierung aus einer globalen Perspektive formulieren und umsetzen" soll, sowie die Rolle eines Chief Portfolio Officer, die aus einer "gruppenweiten Perspektive Dienstleistungen und Produkte auswählt und sich auf diese konzentriert".

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