Security-Forscher des Unternehmens Group-IP haben mehr als 100'000 Zugangsdaten für ChatGPT im Darkweb gefunden, wo sie auf Marktplätzen gehandelt werden. Dies berichtete '
Heise'. Die meisten Logins würden aus dem asiatisch-pazifischen Raum stammen, heisst es dort.
Die ChatGPT-Zugänge sind deswegen wertvoll, weil standardmässig jeder Chatverlauf gespeichert wird. Wenn also Arbeitnehmende den KI-Bot beispielsweise zur Software-Entwicklung oder für die Zusammenfassung von Sitzungsprotokollen nutzen, findet sich Programmcode und möglicherweise sensitive Unternehmensdaten in der Historie.
Industriespionage über geleakte Chatbot-Zugänge
Diese Informationen können Cyberkriminelle einerseits für Industriespionage nutzen, andererseits aber auch für gezielte, personalisierte Phishing- und Ransomware-Attacken auf Unternehmen und ihre Angestellten missbrauchen.
Wie 'Heise' aufzeigt, haben sich die gestohlenen ChatGPT-Zugänge seit November vervielfacht. Betroffen sind hauptsächlich der asiatisch-pazifische Raum mit 41'000 geknackten Konten. In Europa sind demnach knapp 17'000 Logins betroffen. Das ist zwar angesichts von rund 100 Millionen monatlich aktiven Usern wenig, aber: Wenige Logins reichen, wenn sich damit die "richtigen" Informationen finden lassen.
Und selbst wenn die Informationen nicht durchsickern, hat in jedem Fall OpenAI, die Firma hinter ChatGPT, Zugriff darauf. Unternehmen tun gut daran, ihre Mitarbeitenden entsprechend zu sensibilisieren und Richtlinien festzulegen, was bei KI-Bots eingegeben werden darf und was nicht. Wie '
Forbes' berichtet, dürfen beispielsweise Google-Engineers genau deshalb den hauseigenen Chatbot Bard nicht einsetzen.