Google hat angekündigt, dass Passkeys zur Standard-Anmeldemethode für alle Userinnen und User werden soll. Hinter Passkeys steht eine Alternative zu Passwörtern, bei der man sich mit den gleichen biometrischen Daten oder PINs anmelden kann, die bereits zum Entsperren eines Geräts verwendet werden. Google preist die neue Technologie auch als das
"Ende des Passworts" an.
Nach Angaben des Entwicklers müssen sich Nutzerinnen und Nutzer künftig nicht mehr auf die herkömmliche Kombination aus Benutzername und Passwort verlassen. Diese sei anfällig für Phishing-Versuche und Keylogger-Malware, schreibt Google. Passkeys hingegen bestehen aus zwei Teilen: Einer davon ist auf dem Server der App oder der Website, der andere direkt auf dem Gerät gespeichert.
So könne der rechtmässige Besitz des Kontos immer nachgewiesen werden, glaubt Google. Ausserdem soll es für Cyberkriminelle nahezu unmöglich sein, aus der Ferne auf das Konto zuzugreifen. Selbst im Falle eines Serververstosses ist immer noch ein physischer Zugriff auf das Gerät des Nutzers erforderlich.
Aufforderung kommt
Jetzt sollen Passkeys zur Standard-Authentifizierungsmethode für alle Google-Konti werden. "Das bedeutet, dass Sie bei der nächsten Anmeldung in Ihrem Google-Konto aufgefordert werden, Passkeys zu erstellen und zu verwenden, um Ihre künftigen Anmeldungen zu vereinfachen", erklärte Google-Produktmanager Christiaan Brand.
"Unser Ziel ist eine standardisierte Technologie für die grösstmögliche Sicherheit", sagte er weiter. Laut dem Konzern erklärten 64% der Nutzer seit der Einführung von Passkeys, dass sie die Methode im Vergleich zu herkömmlichen Passwörtern einfacher zu verwenden finden.
Google empfiehlt allen Nutzern, Passkeys als primäre Anmeldemöglichkeit zu verwenden. Das neue Login soll nicht nur sicherer sein, sondern auch Zeitersparnisse bringen. Laut Google sind Anmeldungen über Passkeys 40% schneller als das Verfahren mit Username und Passwort.