Hacker bietet Tool zum Klonen Schweizer Natel­nummern

13. Februar 2024 um 11:02
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Foto: Onur Binay / Unsplash

Potenziell könnten Cyberkriminelle Zugang zu einer fremden Telefon­nummer erlangen, um beispiels­weise Pass­wörter zurückzusetzen. Experten sind sich aber uneins, ob es sich um ein "legitimes" Angebot handelt.

In einem Hackerforum werde derzeit Zugang zu einem Softwaretool angeboten, mit dem angeblich Handynummern eines Schweizer Providers kopiert werden können, berichtet der 'Beobachter'. Möglich sein soll dies über eSIM-Profile, respektive über deren Verwaltungssoftware. Um welchen Provider es sich handeln soll, ist nicht bekannt. Auch wie die Kriminellen Zugang zur Software erlangt haben, ist unklar. Denkbar sei eine Sicherheitslücke, oder dass ein Berechtigter seinen Zugang weiter gegeben habe, so der Bericht.
Verfügen Kriminelle über die Rufnummer eines Nutzers, könnten sie beispielsweise Passwörter zurücksetzen oder auf Dienste zugreifen, die mit einer Nummer verknüpft sind. "Neben dem Klonen haben Sie Zugriff auf alle Kundeninformationen", zitiert der 'Beobachter' (Paywall) aus dem Hackerforum.
Gegenüber der Zeitschrift heisst es von Swisscom, dass dem Telco kein Cybervorfall bekannt sei, der auf diesem Verkaufsangebot basiert. Auch Salt und Sunrise würden keine Hinweise für ein Cyberereignis vorliegen.

Ist das Angebot "legitim"?

Ein vom Magazin befragter Security-Experte erklärt, dass der Hacker solche Zugänge bereits in anderen Foren zum Verkauf angeboten und positives Feedback von Kunden erhalten habe. Mehrere andere Experten äussern hingegen Zweifel an der Legitimität. Mit 12'000 Dollar erscheine der Preis tief.
Andererseits könnte es sein, dass die einzelnen Handynummern manuell kopiert werden müssten, was den tiefen Preis relativiere, so der Bericht. Andererseits werde die Transaktion, wie in solchen Fällen üblich, über eine Art Treuhandkonto abgewickelt. Dem Verkäufer werde das Geld erst gutgeschrieben, wenn der Käufer zufrieden sei.

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