Die Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz haben den Schweizer Arbeitsmarkt erreicht. Dem "Swiss AI Jobs Report" der Hochschule Luzern (HSLU) zufolge stieg die Zahl der KI-Stelleninserate zwischen Juli 2025 und Juni 2026 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 32%. Insgesamt seien knapp 5000 KI-Stellen ausgeschrieben worden.
Den grössten Bedarf gibt es offenbar in der IT-Branche. Privatunternehmen schrieben zwar mit 1211 die meisten Stellen aus, den stärksten Zuwachs verzeichneten aber öffentliche Institutionen mit 67%. "Insbesondere das Wachstum der KI-Stellen im öffentlichen Sektor deutet darauf hin, dass Politik und Verwaltung ihr Vertrauen in KI als Zukunftstechnologie festigen", sagt Studienautor Curdin Derungs von der HSLU.
Laut Studie besonders stark wächst die Nachfrage ausserhalb der Grossunternehmen. Auf kleine und mittelständische Betriebe entfielen 76% des gesamten Stellenzuwachses. Sie schrieben 62% aller KI-Stellen aus.
Die Nachfrage konzentriere sich regional vor allem auf den Kanton Zürich und die Zentralschweiz, heisst es. Der Kanton Zürich verzeichnete mit 2181 ausgeschriebenen Stellen die höchste Zahl, was 45% aller KI-Stellen in der Schweiz entspricht. Dahinter folgten die Kantone Genf mit rund 620 und Bern mit rund 590 Stellen.
Wenig Jobs für Berufseinsteiger
Fast 40% aller Inserate entfallen den Angaben zufolge auf Data Engineering und Machine Learning Engineering. Daneben wurden Rollen wie Product Owner, Manager oder AI Consultant deutlich häufiger ausgeschrieben. Die Unternehmen suchten damit verstärkt erfahrene Fachkräfte, die strategische und technische Expertise verbinden. Die Zahl der Stellen auf Senior Level stieg um 42%, heisst es in der Studie.
Die Zahl der Inserate für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger ist Derungs zufolge zwar auch gewachsen, allerdings auf einem viel tieferen Niveau. Festanstellungen auf Junior Level machten nur 5% aller Annoncen aus.