Millionenbusse für Google wegen Datenschutzverstoss

22. September 2026 um 09:36
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Foto: Tamas Tuzes-Katai / Unsplash

Die irische Datenschutzbehörde ahndet den Umgang des US-Konzerns mit Standortdaten und verhängt eine Strafe von über 400 Millionen Franken.

Der US-Techgigant Google muss wegen Verstössen gegen die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) mehr als 400 Millionen Euro Strafe zahlen. Das teilte die irische Datenschutzkommission DPC mit. Demnach geht es um den Umgang mit Standortdaten von Nutzenden zwischen 2018 und 2020.
Beanstandet wurde die Verarbeitung der Standortdaten in den Bereichen Web- und App-Aktivitäten, Standortverlauf und Standortgenauigkeit.
Betroffene Personen seien sich möglicherweise nicht darüber im Klaren gewesen, dass ihre Standortdaten beispielsweise dazu verwendet wurden, sie mit Werbung zu beeinflussen oder Rückschlüsse auf ihre Interessen zu ziehen, und dass sie die Kontrolle über ihre persönlichen Daten verlieren konnten, sagte der stellvertretende Leiter der Behörde, Graham Doyle, einer Mitteilung zufolge. Dass die Standortdaten der Nutzenden länger als erforderlich gespeichert wurden, habe diesen Kontrollverlust verschärft.

Verbraucherschützer hatten Beschwerde eingereicht

Ein Google-Sprecher teilte dazu mit, es gehe um frühere Praktiken, die inzwischen aktualisiert worden seien. "Seit 2019 haben wir unsere Verfahren umfassend weiterentwickelt und leistungsfähige Tools eingeführt, mit denen sich Standortdaten einfach verwalten lassen", so der Sprecher weiter.
Demnach könne inzwischen eingestellt werden, dass Daten automatisch in einem Abstand von 3, 18 oder 36 Monaten gelöscht würden. Zeitachsendaten werden demnach direkt auf dem Gerät gespeichert. Personalisierte Werbung könne ganz abgeschaltet werden. Der Standort werde inzwischen nur noch ungefähr gespeichert und alle Informationen über den Umgang mit Standort und Kontoeinstellungen seien zudem nun an einer zentralen Stelle gebündelt.
Google hat seinen europäischen Sitz in der irischen Hauptstadt Dublin, daher sind die irischen Datenschützer zuständig. Die Untersuchung war 2020 eingeleitet worden, nachdem sich mehrere europäische Verbraucherschutzorganisationen beschwert hatten.

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