Nidwalden und Obwalden sind eTax-Pilotkantone

23. September 2026 um 13:01
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Der Sarner Dorfplatz. Foto: Obwalden Tourismus

Die Kantone wollen mit Ringler Informatik an der Weiterentwicklung der Steuersoftware für natürliche Personen arbeiten. Die Millioneninvestition könnte sich schnell lohnen.

Der Regierungsrat des Kantons Obwalden will die Steuersoftware für natürliche Personen weiterentwickeln. Zu diesem Zweck beantragt er beim Kantonsrat einen Verpflichtungskredit in der Höhe von 1,4 Millionen Franken, heisst es in einer Mitteilung.
Gemeinsam mit dem Kanton Nidwalden und dem Hersteller Ringler Informatik soll die Deklarationslösung eTax modernisiert werden. Die beiden Kantone würden von "sehr guten Konditionen" und "finanziellen Vorteilen" profitieren, da sie sich als Pilotkantone zur Verfügung stellten, schreibt der Regierungsrat.
Der Verpflichtungskredit bestehe aus Investitionskosten von 0,6 Millionen Franken im Jahr 2027 und Betriebskosten von 0,8 Millionen Franken für die Jahre 2028 bis 2031, so der Regierungsrat. Der Vergleich zwischen der bisherigen Lösung und der Weiterentwicklung zeige, dass nur Obwalden bereits im ersten Betriebsjahr Einsparungen von rund 67'000 Franken erzielen könne. Gesamthaft sei für den Kanton ein Sparpotenzial von rund 1,2 Millionen Franken innerhalb der vertraglichen Maximallaufzeit von neun Jahren vorhanden. Die Weiterentwicklung sei somit die deutlich günstigere Variante als die Beibehaltung der bisherigen Lösung, betont der Regierungsrat.

Hohe Nutzungsrate im Kanton

Auf die Steuerpflichtigen kommen durch die neue Lösung einige Änderungen zu, heisst es. Bei der Steuerverwaltung vorhandene Daten würden vorausgefüllt, die Bedienerführung sei besser und eine Bilderkennung erfasse automatisiert die Daten aus notwendigen Belegen. Zudem sei die Weiterentwicklung ein wichtiger Baustein, um die per 2032 einzuführende Individualbesteuerung umsetzen zu können.
Die bestehende eTax-Version wurde 2018 in der Steuerverwaltung Obwalden eingeführt. Sie sei seitdem mehrfach mit neuen Services ergänzt und ausgebaut worden, so der Regierungsrat. Der Service werde von 98% der Steuerpflichtigen mit Wohnsitz im Kanton genutzt.

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