Sicherheitslücken in Open Source Software (OSS) sorgen weltweit immer wieder für Aufsehen. Als Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit haben vor allem
Log4Shell oder die
korrumpierten NPM-Bibliotheken für Schlagzeilen gesorgt. Um die Sicherheit von Projekten, die auf offenen Lösungen basieren, zu erhöhen, hat die Open Source Security Foundation (OpenSSF) das Projekt Alpha-Omega vorgestellt.
Bei einem Treffen im Weissen Haus sei nun zusammen mit US-Regierungs- und Industrievertretern eine Vereinbarung für ein Projekt für mehr Sicherheit bei OSS abgeschlossen worden. Open-Source-Projekte sollen dabei durch die direkte Einbindung von Software-Sicherheitsexperten und automatisierte Sicherheitstests verbessert werden. Neben der Regierung wird das Vorhaben auch von Microsoft und Google mit einer Anfangsinvestition von 5 Millionen Dollar unterstützt.
Zwei verschieden Ansätze
Insgesamt soll das Alpha-Omega-Projekt die Sicherheit der globalen OSS-Lieferkette verbessern, indem direkt mit den Projektbetreuern zusammenarbeitet wird. So soll systematisch nach neuen, noch unentdeckten Schwachstellen in offenem Code gesucht werden, um diese zu beheben. Der Projektteil Alpha soll dabei mit den Betreuern der kritischsten Open-Source-Projekte zusammenarbeiten und sie bei der Identifizierung und Behebung von Sicherheitslücken unterstützen. Im Projektteil Omega sollen über 10'000 weit verbreitete OSS-Projekte identifiziert und mit einer automatisierten Sicherheitsanalysen durchleuchtet werden.
"Open Source Software ist ein wichtiger Bestandteil der kritischen Infrastruktur der modernen Gesellschaft. Deshalb müssen wir alle notwendigen Massnahmen ergreifen, um sie und unsere Software-Lieferketten sicher zu halten", sagte Brian Behlendorf, General Manager der OpenSSF. Das Projekt Alpha-Omega unterstütze diese Bemühungen, indem es die Sicherheit von Open-Source-Projekten direkt verbessert und proaktiv nach Schwachstellen sucht, diese behebt und so grössere Einschränkungen für die Projekte verhindert.