Das in diesem Jahr gegründete Startup AI Infrastructure Capital hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von rund 16 Millionen Euro abgeschlossen. Der Ankerinvestor der Runde sei die Valyou-Investmentstiftung aus Rapperswil, teilen die Gründer Roald Parmentier und Cédric Waldburger auf Linkedin mit.
Das Jungunternehmen will das eingeworbene Kapital dazu nutzen, um Server auf Basis von Nvidia-Chips zu kaufen. Sie sind für Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz optimiert. Die Systeme sollen in Island mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben und im Rahmen langfristiger Verträge vermietet werden, so AI Infrastructure Capital.
Die Wahl sei bewusst auf den Rechenzentrumsbetrieb in Island gefallen, betonen die Gründer. "Standort und Kühlung entscheiden darüber, ob der Betrieb wirtschaftlich sinnvoll ist. In Island kommen erneuerbare Energie und kalte Aussenluft zusammen. Über die gesamte Lebensdauer der Maschinen hinweg ist das ein struktureller Vorteil", sagte Parmentier in einer Mitteilung. Der Betrieb sei deutlich klimafreundlicher als an Standorten wie Dublin oder Frankfurt.
Waldburger doppelt nach: "Künstliche Intelligenz wird oft als etwas Abstraktes diskutiert. Dahinter verbirgt sich jedoch eine ganz konkrete Frage: Gibt es genügend Server, und befinden sie sich am richtigen Ort? Wir sorgen dafür, dass es mehr davon gibt." Dies ist nach seinen Worten der eigentliche Engpass der gesamten Branche.