Achtung Stimmabdruck: So wird er rechtmässig verwendet

23. Mai 2017, 15:15
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Der aufs Recht im digitalen Raum fokussierte Anwalt Martin Steiger hat soeben vor --https://steigerlegal.

Der aufs Recht im digitalen Raum fokussierte Anwalt Martin Steiger hat soeben vor leichtsinnigem Umgang mit dem sogenannten Voiceprint fünf Voraussetzungen zu erfüllen.
Denn solche Verfahren bergen "hinsichtlich der Wahrung der Grund- und Freiheitsrechte erhebliche Risiken, da biometrische Merkmale untrennbar mit einer Person verbunden sind (permanent und einzigartig)", so der EDÖB.
Steiger fasst sie wie folgt zusammen:
Geeignetheit und Notwendigkeit der Stimmerkennungsverfahren;
Vorgängige transparente und umfassende Information der Betroffenen;
Ausdrückliche, freiwillige Einwilligung in die Bearbeitung der Stimmabdrücke;
Angebot einer Alternative, also ein System ohne biometrische Daten;
Zusage, dass die gespeicherten Daten nur für die spezifische Zugriffskontrolle verwendet und nicht an Dritte weitergeben werden.
Laut Steiger legt der EDÖB mit den genannten Voraussetzungen das Datenschutzgesetz (DSG) weit aus. So müssten betroffene Unternehmen im Zweifelsfall damit rechnen, dass, wenn sie die Empfehlungen ablehnen oder nicht befolgen, der EDÖB die Angelegenheit dem Bundesverwaltungsgericht vorlegen kann. (vri)

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