Also Schweiz wächst wieder

27. Februar 2020 um 13:32
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Nach einem Umsatzrückgang 2018 hat Also Schweiz letztes Jahr wieder zugelegt. Gustavo Moeller-Hergt will bei seiner Strategie bleiben.

Der Konzernchef Gustavo Moeller-Hergt kann sich wieder einmal freuen. Der Geschäftsgang der Also Gruppe war auch im Jahr 2019 sehr gut und das Unternehmen konnte seine bisherigen Umsatz- und Gewinn-Rekordwerte weiter nach oben schrauben. Der Umsatz des Broadline-Distributors erreichte letztes Jahr 10,7 Milliarden Euro und lag damit 16,5% über dem Wert des Vorjahrs. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibern stieg um 28,8% auf 197 Millionen Euro. Der Reingewinn stieg um 23,6% auf 100,3 Millionen Euro.
Nachdem der Umsatz von Also in der Schweiz 2018 geschrumpft war, stieg er 2019 wieder, und zwar um 9,5% auf 966 Millionen Euro. Viel mehr liess sich Moeller-Hergt an einem Presseanlass in Zürich zum Geschäftsgang in der Schweiz allerdings nicht entlocken. Ausser dass Also hier eine "Super-Mannschaft" habe und dass "es läuft".
Das Wachstum der gesamten Also-Gruppe stammte teilweise aus Übernahmen, aber 52% davon, so Moeller-Hergt, erfolgte organisch.
Also unterteilt sein Geschäft in drei Bereiche, beziehungsweise Standbeine: Supply (das klassische Produktgeschäft) sowie die neueren Bereiche Lösungen und Services. Im Bereich Supply erzielte die Gruppe 8,4 Milliarden Euro Umsatz (+16,4%). Der Umsatz mit Lösungen stieg 2019 um 16% auf 1,9 Milliarden Euro, der Umsatz mit Services um 21% auf 426 Millionen Euro.
Es ist kein Wunder, dass Moeller-Hergt angesichts des Erfolgs keinen Anlass sieht, Wesentliches an der Strategie des Broadline-Distributors zu ändern. Auch dieses Jahr will man nachhaltiges Wachstum erzielen und gleichzeitig die Profitabilität und die Kapitalstruktur weiter verbessern. Die Position im Bereich Lösungen und Services soll gestärkt werden, insbesondere in Osteuropa, aber auch im traditionellen Business strebt Also eine weitere Erhöhung des Marktanteils an.
Auch weitere Übernahmen sind 2020 geplant. Dabei stehen insbesondere "digitale Plattformen" in Bereichen wie IoT, Cybersecurity oder Streaming im Visier des Distis. Man stehe gegenwärtig in Verhandlungen mit mehreren Unternehmen, so Moeller-Hergt. Aber natürlich könne er nicht garantieren, dass die Verhandlungen auch zum Erfolg führen. Übernahmen seien "wie eine Hochzeit: Dazu gehören immer Zwei."

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