Berner Gemeinden erhalten einheitliche Sozialhilfe-Software

4. Mai 2020 um 11:20
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Das neue Fallführungssystem für die Sozialhilfe soll ab 2025 schrittweise eingeführt werden.

Der Kanton Bern will den Gemeinden ein gemeinsames Fallführungssystem für die Sozialhilfe zur Verfügung stellen. Das neue IT-System soll ab 2025 schrittweise eingeführt werden.
Bisher gaben die Gemeinden gemäss einer Studie pro Jahr hochgerechnet rund 6 Millionen Franken für den Betrieb verschiedener Fallführungssysteme aus. Rund 2 Millionen Franken müssten in den kommenden Jahren investiert werden.
Die Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) befasst sich seit 2019 mit der Idee einer einheitlichen IT-Lösung zur Fallführung in der Sozialhilfe. Im vergangenen März überwies das Berner Kantonsparlament einen entsprechenden Vorstoss mit grossem Mehr.
Eine Online-Befragung ergab laut GSI, dass eine klare Mehrheit der Sozialdienste ein gemeinsames Fallführungssystem begrüssen würde.

Verantwortung liegt beim Kanton

Die Frage nach dem Betriebsmodell einer solchen gemeinsamen Lösung kann die GSI derzeit noch nicht beantworten, wie sie in der Mitteilung weiter schreibt. Es herrsche jedoch Einigkeit, dass eine entsprechende IT-Lösung vom Kanton Bern beschafft werden sollte und er in der Folge auch für die strategische Weiterentwicklung verantwortlich sei.
Der Steuerungsausschuss des Projekts schlägt vor, dass sich die Gemeinden und der Kanton in unterschiedlichem Masse an den Kosten für die Projektdurchführung, den Betrieb und die Weiterentwicklung sowie für die Migration beteiligen.

Einführung ab 2025 geplant

Nach Verabschiedung des Auftrags durch den Regierungsrat sollen die inhaltlichen Arbeiten an die Hand genommen werden. Dabei geht es zuerst insbesondere um die Definition der Anforderungen. Die Einführung der neuen kantonalen IT-Lösung soll 2025 in den ersten Pilotsozialdiensten erfolgen.

Stadt Bern gründete mit weiteren den Verein Citysoftnet

Die Stadt Bern hat schon vor einigen Jahren gemeinsam mit dem Kanton Basel-Stadt und der Stadt Zürich den Verein Citysoftnet gegründet, um eine solche Software entwickeln zu lassen. Die Zusammenarbeit der drei Städte erhöhe die Chance, dass sich das neue Fallführungssystem zu einem Schweizer Standard entwickeln könnte, hiess es bei der Gründung von Citysoftnet. Ziel sei auch, die Lösung anderen Gemeinden anzubieten. 
Der Kanton Bern wolle sich jetzt noch nicht auf Citysoftnet festlegen, sondern auch andere Varianten prüfen, berichtet 'Der Bund'. 

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