Berner Reseller sauer auf HP - zu Unrecht

25. November 2011, 15:48
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Berner Reseller sind sauer darüber, dass Hewlett-Packard sich einen Grossauftrag des Kantons Bern geschnappt hat. Zu Unrecht.

Berner Reseller sind sauer darüber, dass Hewlett-Packard sich einen Grossauftrag des Kantons Bern geschnappt hat. Zu Unrecht.
Berner HP-Partner sind sauer. Sauer auf ihren Lieferanten, weil dieser einen Grossauftrag des Kantons Bern für immerhin 5460 PCs, 1280 Notebooks und 1800 Thin Clients und einen weiteren für 3560 Monitore, die nach WTO ausgeschrieben worden sind, gewonnen hat und nun den flächenmässig grössten Kanton der Schweiz direkt beliefern wird.
So schreibt uns ein Berner HP-Reseller ziemlich empört: "Viele HP-Partner, auch wesentlich grössere Partner als wir, fühlen sich doch arg verarscht. Kunden, welche wir nun über Jahrzehnte zu HP 'bewegt' haben, können, mindestens die nächsten zwei Jahre, direkt bei HP einkaufen. Vielleicht ist aber das HP-Verhalten schon so 'normal', dass es sich schlicht nicht lohnt, hier Energie für Hirnaktivitäten zu verwenden..."
Dass VARs sauer sind, wenn Hersteller Kunden, die man jahrelang betreut und vom Wert einer Marke überzeugt hat, direkt beliefern, ist verständlich. Doch Hewlett-Packard trifft in diesem Fall keine Schuld, denn der Kanton Bern schloss Reseller bei den beiden Ausschreibungen für PCs und Monitore ausdrücklich aus: "Es werden nur Hersteller der angebotenen Hardware als Lieferanten zugelassen", heisst es deutsch und deutlich in den Ausschreibungen für das Millionenprojekt, die Berner Beamten mit neuen "Cömpis" auszustatten.
Für einmal gibt es also keinen Anlass fürs "HP-Bashing" und kritiseren müsste man - wenn schon - den Kanton. Doch welcher Unternehmer würde schon seinen Kanton kritisieren, wenn dieser sparen will? (Christoph Hugenschmidt)
(Interessenbindung: HP ist ein wichtiger Werbekunde unseres Verlags.)

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