BlackBerry mit weiteren Sicherheitslücken

3. Januar 2006, 10:23
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Erneut wurde auf die Unsicherheit des PDAs BlackBerry der kanadischen Firma Research in Motion (RIM) aufmerksam gemacht.

Erneut wurde auf die Unsicherheit des PDAs BlackBerry der kanadischen Firma Research in Motion (RIM) aufmerksam gemacht. Die Hackergruppe "Phenoelit" deckte Ende Dezember am 22. "Chaos Communication Congress" (22C3) in Berlin neue erhebliche Sicherheitslücken auf, die den Email-Push-Dienst betreffen. Demnach betreffen die Probleme alle Ebenen des Dienstes von der Nachrichtenübertragung über die Geräte bis hin zum Server. In einem Test konnten die Hacker die Router- und Serverseite in eine endlose Decodierungsschleife versetzen. Kritisiert wurde auch, dass Pin-Botschaften unverschlüsselt auf den Blackberry geschickt werden.
Aber nicht nur die Übertragungstechnik, auch die Endgeräte selbst weisen Sicherheitslücken auf. Die Binärapplikationen könnten auch von externen Angreifern an die Geräte geschickt werden und so die Installation von Malware ermöglichen. RIM hat für die entdeckten Probleme bereits Software-Fixes entwickelt, teilte das Unternehmen mit. "Obwohl es bisher keinerlei Berichte von tatsächlichen Problemen bei Kunden gab, hat RIM seinen Kunden vorsorgliche Massnahmen bereitgestellt, die bis zur Implementierung der Software-Updates genutzt werden können", sagte Vice President Dean Pacey.
Bereits im Oktober wurden Sicherheitslücken des BlackBerrys aufgedeckt. Damals stoppte der Volkswagen-Konzern ein BlackBerry-Projekt bei der Tochter Audi wegen Sicherheitsbedenken und das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnte vor dem Einsatz des BlackBerrys und der Software von RIM. (mim)

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