Bund will bei der Informatik 160 Millionen Franken einsparen

4. November 2009, 16:01
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Konsolidierungsprogramm 2011-13 sieht Einschnitte bei den Informatikausgaben des Bundes vor. Der Bund spart unter anderem mit der Standardisierung der PC-Arbeitsplätze.

Konsolidierungsprogramm 2011-13 sieht Einschnitte bei den Informatikausgaben des Bundes vor. Der Bund spart unter anderem mit der Standardisierung der PC-Arbeitsplätze.
Der Bund muss sparen. Im Zuge der Wirtschaftskrise brechen die Steuereinnahmen weg und deshalb muss in Bundesbern der Gürtel enger geschnallt werden. Wie das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) heute mitteilt, will der Bundesrat mit dem Konsolidierungsprogramm für die Jahre 2011 bis 2013 den Bundeshaushalt um rund 1,5 Milliarden Franken pro Jahr entlasten.
160 Millionen in drei Jahren
Einen Beitrag leisten muss auch die Informatik. Der Informatikbereich soll 40 Millionen im Jahr 2011 und je 60 Millionen in den beiden darauf folgenden Jahren an die Haushaltsentlastung beitragen – insgesamt sollen in drei Jahren also 160 Millionen Franken bei der Bundes-IT gespart werden.
Wie Karl Schwaar, Leiter Abteilung Ausgabenpolitik bei der Eidgenössischen Finanzverwaltung, zu inside-it.ch sagt, beträgt der Informatikaufwand des Bundes inklusive Abschreibungen und Personal rund 1 Milliarde Franken pro Jahr. Die geplanten Kürzungen entsprechen also rund 5 Prozent des Informatik-Budgets. In den vergangenen Jahren sei in diesem Bereich nicht gespart worden, so Schwaar.
Sparen mit Vista
Gespart wird zentral und dezentral und in verschiedenen Informatik- und Telekom-Bereichen, etwa bei der Datenübertragung. Einen grossen Beitrag leisten soll das departementsübergreifende Programm "Büroautomation Bund" (BA Bund), das 2011 abgeschlossen wird und gemäss Schwaar jährlich Einsparungen von 12 Millionen Franken bringen soll (bisher war die Rede von 15 Millionen jährlich).
Der Bund ist momentan dabei, 35'000 PC-Arbeitsplätze auf Windows Vista und Office 2007 zu migrieren. Seit einem halben Jahr kämpft die Open-Source-Community dagegen. (Maurizio Minetti)

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