Bundesrat regelt die RZ-"Züglete"

22. Februar 2017 um 12:56
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Für den Umzug der Infrastruktur von BIT und ISC-EJPD in das neue RZ Campus beantragt der Bundesrat 41 Millionen Franken

Bekanntlich soll die Zahl der Rechenzentren in der Bundesverwaltung gesenkt werden: Mit dem Rechenzentren-Verbund hat der Bundesrat 2014 beschlossen, die Bundes-RZs zu konsolidieren.
Heute hat der Bundesrat die nächsten Schritte beschlossen und die Botschaft über die Migration ins "Campus" genannte RZ verabschiedet. Ausserdem hat er das Konzept für den Betrieb des ganzen RZ-Verbunds ab 2020 genehmigt.
Umzug nach Frauenfeld
Das neue Bundes-RZ Campus in Frauenfeld soll Mitte 2019 bezugsbereit sein. Der Umzug der Infrastruktur und ICT-Systeme ins RZ Campus erfolgt laut Medienmitteilung schrittweise.
Ab 2019 wird in Frauenfeld die für den Bezug notwendige Infrastruktur für das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) und das Informatik Service Center des EJPD (ISC-EJPD) aufgebaut. Danach folgt die Migration der Anwendungen sowie der Rückbau in den alten Rechenzentren, die im Verbund nicht mehr vorgesehen sind.
Dieses RZMig2020 genannte Vorhaben soll Ende 2024 abgeschlossen sein. Für das Projekt hat der Bundesrat an der heutigen Sitzung einen Kredit in Höhe von 41,2 Millionen Franken beantragt. Der Gesamtaufwand des Vorhabens RZMig2020 beträgt 81,8 Millionen Franken.
Da die Projekte Ausgaben von 30 Millionen Franken übersteigen, werden sie als IKT-Schlüsselprojekte regelmässig von der Eidgenössischen Finanzkontrolle geprüft.
Mit dem RZ-Verbund sollen Synergien genutzt werden
Neben dem Neubau Campus beinhaltet der RZ-Verbund den Betrieb eines bestehenden zivil genutzten RZs im Raum Bern namens "Primus" sowie die Bereitstellung von zwei militärisch geschützten RZs ("Fundament" und "Kastro II").
In seiner Sitzung heute hat der Bundesrat auch das Betriebsmodell für den RZ-Verbund genehmigt. Das Modell regelt, welche bundesinternen ICT-Dienstleister künftig welche Leistungen wie Hardware, Betriebssysteme und Speicher im Verbund erbringen. Man erhofft sich "Synergien optimal zu nutzen", wie es in der Mitteilung weiter heisst. Der Bundesrat hat die internen Leistungserbringer beauftragt, das Betriebsmodell bis 2020 umzusetzen.
Zudem hat der Bundesrat das Finanzdepartement heute beauftragt, bis Ende 2019 ein Betriebsmodell auszuarbeiten, mit dem weitere Kosteneinsparungen per 2025 umgesetzt werden können. (kjo)

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