Daten-Skandal: Rekordstrafe und Auflagen für Facebook

24. Juli 2019 um 14:22
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Facebook wird nach den Datenschutz-Skandalen der vergangenen Jahre die Rekordsumme von fünf Milliarden Dollar zahlen, um Ermittlungen von US-Behörden zu beenden.

Facebook wird nach den Datenschutz-Skandalen der vergangenen Jahre die Rekordsumme von fünf Milliarden Dollar zahlen, um Ermittlungen von US-Behörden zu beenden. Die Handelsaufsicht FTC setzte zudem weitere Auflagen durch.
Für das Online-Netzwerk ist eine Strafe dieser Grössenordnung leicht zu verdauen. Bereits im ersten Quartal hatte Facebook dafür drei Milliarden Dollar zurückgestellt. In dem Vierteljahr gab es immer noch 2,43 Milliarden Dollar Gewinn. Schon damals hatte das Unternehmen geschätzt, dass die Zahlung auf fünf Milliarden Dollar hinauslaufen könnte.
Die FTC listet in der Mitteilung eine Reihe von Massnahmen, die die Unternehmensstruktur von Facebook betreffen sowie die Art und Weise, wie Entscheidungen gefällt werden, die die Privatsphäre von Usern betreffen. Unter anderem soll es beim Verwaltungsrat ein zusätzliches Gremium für die Datenschutz-Aufsicht geben. Dieses soll auch die "uneingeschränkte Kontrolle von CEO Mark Zuckerberg über Entscheidungen, die den Datenschutz betreffen, aufheben", so die Mitteilung der FTC.
Zudem muss Facebook mehr Aufsicht walten lassen bei Apps von Dritt-Anbietern und regelmässig überprüfen, ob auch wirklich alle Passwörter verschlüsselt gespeichert sind. Es sei Facebook verboten, so die FTC, die Telefonnummern von Usern, die für 2-Faktor-Authentifizierung genutzt wird, für Werbezwecke zu verwenden. Daneben sieht der Vergleich mehr externe Kontrolle vor.
Firmengründer und Mehrheitsaktionär Zuckerberg schreibt, dass ein aufwändiger Prozess auf das Unternehmen zukomme. "Wir gehen davon aus, dass Hunderte von Ingenieuren und mehr als tausend Menschen in unserem Unternehmen diese wichtige Arbeit verrichten werden", so Zuckerberg. Er geht daneben davon aus, dass es künftig dauern werde, neue Produkte zu entwickeln. (kjo/Keystone-sda)

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