Datenbanken: Oracle und dann lange nichts mehr

18. Juni 2007, 14:05
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Oracle macht fast die Hälfte des rasch wachsenden, weltweiten Umsatzes mit relationalen Datenbanken. Linux gewinnt als Betriebssystem an Gewicht.

Oracle macht fast die Hälfte des rasch wachsenden, weltweiten Umsatzes mit relationalen Datenbanken. Linux gewinnt als Betriebssystem an Gewicht.
Gartner hat heute die neuesten Zahlen für relationale Datenbanken (RDBMS - relational database management systems) veröffentlicht. Gemäss den US-Marktforschern dominieren "die grossen Drei", Oracle, IBM und Microsoft den Markt bei weitem. Oracle konnte seinen Anteil an dem mit 15-Milliarden-Dollar-Markt leicht von 46,8 auf nun 47,1 Prozent steigern. Oracle dominiert dort, wo die Datenbanken auf Unix-Maschinen eingesetzt werden. Dahinter folgen IBM mit einem Marktanteil von 21,1 % (2005: 22,1 %) und Microsoft mit 17,4 % (2005: 15,6 %). IBMs DB2 wird gemäss Gartner vor allem auf den grossen zSeries Mainframe-Rechner eingesetzt, Microsoft naturgemäss eher unter Windows.
Weit abgeschlagen folgten Teradata, Sybase und "andere". Gartner veröffentlichte nur Zahlen zu den mit Datenbanken (Lizenzen, Miete, Support, Wartung) erzielten Dollar-Umsätzen, nicht solche über die Anzahl der eingesetzten Datenbanken. Da würde die Verteilung wohl anders aussehen, da sich Open-Source-Datenbanken wie mySQL wachsender Beliebtheit erfreuen.
Relationale Datenbanken werden in 34,8 Prozent auf Unix-Servern eingesetzt, nur marginal öfter als auf Windows-Maschinen (34,5 Prozent). Linux gewinnt an Bedeutung: 15,5 Prozent der relationalen Datenbanken laufen gemäss Gartner unter Linux. Im Vergleich zu 2005 stieg der Einsatz von Linux aber um 67 Prozent.
Relationale Datenbanken gewinnen weiterhin an Gewicht. Insgesamt wuchs der RDBMS-Markt zwischen 2005 und 2006 von 13,3 auf 15,2 Milliarden Dollar. Gartner glaubt, dass der Markt für Datenbank weiterhin in ähnlichem Tempo wachsen wird. (Christoph Hugenschmidt)

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