Der "neue" Kurs von Fujitsu nach der Werkschliessung in Augsburg

22. November 2018, 12:08
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Bis ins Jahr 2020 wird Fujitsu sein Werk im deutschen Augsburg schliessen, wie bereits --https://www.

Bis ins Jahr 2020 wird Fujitsu sein Werk im deutschen Augsburg schliessen, wie bereits im Oktober bekannt wurde. Die weltweiten Rahmenbedingungen und zunehmender Kostendruck hätten zum Entschluss keine Alternative gelassen, sagte nun Vera Schneevoigt, die für das Werk verantwortlich ist. Produktentwicklung, Fertigung und Logistik sollen vollständig nach Asien verlagert werden, schreibt 'CRN' in einem Bericht vom Fujitsu Forum in München.
Doch wie wird es für den japanischen Hersteller weitergehen? Man werde das Produktgeschäft in Zentraleuropa natürlich nicht einstellen. Die Produktestrategie werde man fortsetzen und auch das Mainframegeschäft bleibe zentraler Bestandteil, versicherte Rupert Lehner, Head of Central Europe bei Fujitsu. Die Hardware werde aber künftig aus eigenen japanischen Fabriken oder von ODMs stammen.
Was bedeutet die Entscheidung für den Channel? Man behalte die Channel-Strategie bei, sagte Lehner. Der Channel soll noch an Bedeutung gewinnen, versichert Christian Leutner, Fujitsus Verantwortlicher für das Produktgeschäft in Europa. Heute laufe 80 Prozent des Geschäfts über den Channel. Dies soll in Zukunft "eher" noch ausgebaut werden, zitiert 'CRN' den Manager. Partner und Distis könnten etwa die "Veredelung der Produkte" übernehmen, da dies in Augsburg nicht mehr möglich sie.
Aber Fujitsu will sich künftig stärker auf das Service-Geschäft und Systemintegration in Zentraleuropa konzentrieren, wie schon länger bekannt ist: Bereits im Juli wurde ein Partnerprogramm für Service-Provider lanciert wurden hier neben der hauseigenen Hardware auch rund 250 Transformationslösungen für Handel, Banken, öffentliche Einrichtungen und andere Märkte präsentiert.
Die eigene Cloudplattform K5 soll künftig nur noch auf dem japanischen Heimmarkt angeboten werden. Weltweit will sich Fujitsu an die Hyperscaler halten und seine Services auf Basis von Azure, AWS oder VMware anbieten. (ts)

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