Deutsche Softwarehäuser zanken sich

17. Februar 2006, 15:56
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Die deutsche Niederlassung des rumänischen Herstellers von Antiviren-Software Softwin und der deutsche Konkurrent H+BEDV (der ab März Avira heisst) streiten sich.

Die deutsche Niederlassung des rumänischen Herstellers von Antiviren-Software Softwin und der deutsche Konkurrent H+BEDV (der ab März Avira heisst) streiten sich. Wie es in einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung von Softwin heisst, wolle die deutsche Niederlassung in Tettnang frustrierten Antivir-Benutzern helfen. Antivir ist das Produkt von H+BEDV. Softwin zitiert Fachmedien wie 'heise online', die über Fehler in der neuesten Version des kostenlosen Antivirenprogramms berichteten.
"Zahlreiche Antivir-Anwender" hätten in den vergangenen Tagen vergeblich versucht, die neueste Version des kostenlosen Virenschutzprogramms zu installieren. Der Geschäftsführer von Softwin, Martin Siemens, wünsche den ebenfalls in Tettnang beheimateten "Kollegen", dass sie bald eine Lösung für das Problem mit ihrer Software finden.
Nun hat Softwin Deutschland entschieden, die eigene, sonst kostenpflichtige, Standard-Lösung mit 1-Jahres-Lizenz "BitDefender Standard 8" 24 Stunden kostenlos anzubieten. Die Aktion läuft jetzt schon seit etwa 17 Stunden und wird noch bis heute Mitternacht laufen.
Allerdings ist anzumerken, dass die Version 8 seit Ende September von der Version 9 abgelöst wurde, wie es von der Atena Distribution in Meggen heisst. Version 9 kostet 42 Franken 90 inklusive Mehrwertsteuer, die Vorgängerversion war in etwa gleich teuer.
Softwin schreibt weiter in der Mitteilung, beim Download von Antivir habe es Probleme gegeben, da "die Update-Server zum Teil überlastet waren." Softwin selber soll so etwas nicht passieren. Der technische Leiter, Matthias Ruf, stellte klar, dass zusätzliche Bandbreite bereitgestellt wurde.
Die Leute von H+BEDV bzw. Avira wissen sich zu wehren. Das Unternehmen teilte gestern mit, dass es für den Download seiner kostenlosen Virenschutz-Variante AntiVir PersonalEdition Classic seine Serverkapazitäten verdreifacht habe. Updates sowie Upgrades werden derzeit mit rund 2000 Mbit/S zur Verfügung gestellt. Die Überlastung führt H+BEDV auf die "grosse Beliebtheit" seiner Lösung zurück.
Und zum Schluss gab es noch einen Seitenhieb: "Anders als vereinzelte Mitbewerber bietet AntiVir keine Altversionen von Sicherheitssoftware in Vermarktungs-Aktionen an, sondern scheut keine Anstrengungen, seinen Anwendern die neueste Virenschutztechnologie dauerhaft kostenfrei verfügbar zu machen." (Maurizio Minetti)

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