Eingeschränktes Whatsapp-Verbot in Schaffhausen

7. September 2021 um 14:07
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Das Erziehungsdepartement des Kantons Schaffhausen hat neue Datenschutzrichtlinien erlassen. Demnach dürfen keine Nachrichten mehr über Whatsapp ausgetauscht werden, die Personendaten enthalten.

Seit Anfang Monat gilt an Schaffhauser Schulen ein neuer Leitfaden zur Whatsapp-Kommunikation. Demnach dürfen Eltern, Lehrerinnen und Schüler zwar noch Informationen über den Kanal austauschen, allerdings dürfen die Nachrichten keine Personendaten mehr enthalten. Dies berichten die Schaffhauser Nachrichten.
Das Erziehungsdepartement des Kantons begründet den Entscheid damit, dass durch den Austausch von Informationen "staatliches Handeln" vorliege und deshalb das kantonale Datenschutzgesetz greife. Die Behörde empfiehlt den beteiligten Personen laut der Zeitung, "auf Whatsapp möglichst ganz zu verzichten". Problematisch sei in erster Linie der Serverstandort in den USA, weil das dortige "Datenschutzniveau nicht mit demjenigen in der Schweiz vergleichbar ist".

Whatsapp seit Jahren in der Kritik

Die Schaffhauser Regelung schreibt weiter vor, dass Personendaten nur auf passwortgeschützten Cloud- oder Lernplattformen mit "Gerichtsstand und Serverstandorten in der Schweiz – letztere allenfalls auch in der EU" zugelassen seien.
Neu sind entsprechende Vorschriften indes nicht. Die Stadt Winterthur kennt ein Whatsapp-Verbot an ihren Schulen seit Anfang 2019. Auch der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz sowie die meisten kantonalen Datenschutzbeauftragten raten schon länger vom Whatsapp-Einsatz in der schulischen Kommunikation ab.

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