Erfolgreiche Cyber-Attacke gegen Europäische Arzneimittel-Behörde

10. Dezember 2020 um 10:13
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Kriminelle haben bei der EMA Impfstoff-Dokumente von Pfizer und Biontech erbeutet. Der Zulassungsprozess soll aber nicht beeinträchtigt sein.

Bei einer Cyber-Attacke auf die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA in Amsterdam sind unter anderem Daten der Pharmaunternehmen Pfizer und Biontech abgegriffen worden. Das teilten die beiden Unternehmen in einer gemeinsamen Erklärung mit, nachdem sie von der EMA über die Attacke informiert worden waren. Demnach seien "einige Dokumente" im Zusammenhang mit dem Antrag der beiden Unternehmen auf Zulassung ihres Impfstoffs gegen das Corona-Virus von dem Angriff erfasst worden.
Pfizer und Biontech betonten zugleich, dass in diesem Zusammenhang ihre jeweiligen Systeme nicht angegriffen worden seien. Auch seien nach ihrem Wissen keine Daten über die Testpersonen zugänglich geworden. Die Pharmaunternehmen seien zudem von der EMA informiert worden, dass der Angriff "keine Auswirkungen" auf das Zulassungsverfahren für den Impfstoff habe.
Die EMA selbst machte keine genaueren Angaben zu der Cyber-Attacke, weder über das Ausmass noch über Vermutungen zu den Angreifern. Ein Sprecher der Behörde bestätigte lediglich den Angriff, auch aus einer späteren Mitteilung der EMA ging nichts Genaueres hervor. Die Agentur teilte mit, dass eine umfassende Untersuchung eingeleitet worden sei. Während die Untersuchung andauere, könnten keine Details veröffentlicht werden.

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