Exklusiv! Bechtle-Chef Ralf Klenk im Gespräch mit inside-channels.ch

16. Dezember 2005 um 16:11
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Die Erfolgsstory des deutschen Über-VARs Bechtle hat seit dem Kauf von Delec zum ersten Mal an Glanz verloren. Bei der Integration von Delec gibt es Nebengeräusche. Bechtle-Chef Ralf Klenk stellte sich den kritischen Fragen von inside-channels.ch.

Die Erfolgsstory des deutschen Über-VARs Bechtle hat seit der Übernahme von Delec zum ersten Mal an Glanz verloren. Die Integration von Delec verläuft nicht ohne Nebengeräusche. Würde Bechtle Delec heute wieder kaufen? Bechtle-Chef Ralf Klenk und sein Schweizer Deputy Thomas Willenegger stellten sich den kritischen Fragen von inside-channels.ch.
Der deutsche Bechtle-Konzern dominiert heute die Schweizer Szene der Systemintegratoren und VARs für KMU. Im Laufe der letzten Jahre kaufte sich Bechtle mit Bechtle Data (ehemals Eurodis), Gate, CDC IT, den Bechtle IT-Systemhäusern (ehemals Also Comsyt) und zuletzt Delec eine ganze Flotte von nur teilweise unterschiedlich gelagerten Resellern zusammen. Zudem besitzt Bechtle mit ARP und Bechlte-Comsoft zwei führende E-Commerce- und Katalog-Händler. Doch seit der Übernahme der bekannten Delec wurden da und dort Baustellen sichtbar.
Welche Strategie steckt hinter der Delec-Übernahme, fragten wir Bechtle-Chef Ralf Klenk (Foto) und seinen Schweizer Deputy Thomas Willenegger. "Die Delec-Aktionäre haben einen ordentlichen Preis erzielt", antwortet Bechtle-Chef Ralf Klenk im Exklusiv-Gespräch mit inside-channels.ch trocken auf die Frage, ob Delec angesichts der Integrationsschwierigkeiten nicht überzahlt habe. Immerhin bezahlte Bechtle fast 16 Millionen Franken in Cash - unüblich viel für die sparsamen Schwaben. Zudem bezahlte Bechtle die Delec-Übernahme ganz entgegen dem üblichen Vorgehen ohne Bedingungen.
Wie Klenk und Willenegger ausführen, ging es beim Kauf von Delec vor allem um die geografische Abdeckung der Schweiz und noch mehr um das grosse Abacus-Know-how der Delec-Leute. Zum ersten Mal, geben die Bechtle-Leute im Gespräch auch zu, dass man in der Schweiz mit Übernahmen sehr rasch gewachsen ist und nun mit Überschneidungen der Märkte der einzelnen Bechtle-Häuser leben muss.
Lesen Sie unser ausführliches Gespräch mit Ralf Klenk und Thomas Willenegger. Die Themen: Wurde Delec überzahlt? Wie geht Bechtle mit den Überschneidungen in Portfolio und Kundenstammt bei den Schweizer Systemhäusern (Bechtle, Delec, CDC IT, Gate, Bechtle Data) um? Was tut Thomas Willenegger gegen die Abwanderung von enttäuschten Delec-Spezialisten? Wird Bechtle in der Schweiz zu dominant? Wie hütet Ralf Klenk den riesigen Zoo aus zwei multinationalen E-Commerce-Firmen, 60 VARs und diversen Spezialisten? Und: Was ist die Zukunft von ARP?
Die Antworten gibt es in unserem Feature-Beitrag: "Wir würden Delec wieder kaufen". (Christoph Hugenschmidt)
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