Finanzierungsrunde: Saporo aus Lausanne erhält 2,7 Millionen Dollar

27. Januar 2022, 07:00
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Das 2021 gegründete Startup adressiert die Verbesserung der Cyber-Resistenz und will mit den Geldern der Pre-Seed-Runde wachsen.

In neue Mitarbeitende und Produkte sowie den Ausbau des Kundenstamms will Saporo die 2,7 Millionen Dollar aus der Pre-Seed-Runde stecken. Wie einer Mitteilung zu entnehmen ist, wurde die Finanzierungsrunde des erst im letzten Jahr gegründeten Unternehmens aus Lausanne von den Startup-Investoren Session VC aus Rapperswil und Lightbird Ventures aus Bern getragen.
Konkret soll mit den Geldern das derzeitige Gründerteam mit den Brüdern Olivier und Guillaume Eyries sowie Éric Blavier auf 12 Mitarbeitende erweitern werden. Gesucht seien Data-Science-Experten, Security-Spezialisten und Entwickler. Mittel sollen weiter in den Ausbau des Produkts fliessen und ausserdem wolle man neben den bereits adressierten Sektoren Healthcare, Banking und Insurance zusätzliche Märkt erschliessen.
Saporo verspricht, die Widerstandsfähigkeit gegen Cyberangriffe zu messen und das Angriffsrisiko schnell senken zu können. Laut CEO Eyries verlieren derzeit noch die Verteidiger das Rennen gegen die Cyber-Angreifer. Die aktuellen Methoden zum Testen von Schwachstellen in der Infrastruktur seien zu langsam, arbeitsintensiv und beanspruchten zu viele Ressourcen. Das wolle man ändern.
So führe man mit der eigenen Technik proaktiv Stresstests für Benutzer- und Systemzugriffsrisiken durch, bevor Angreifer sie ausnutzen können. Die dazu greife man auf Machinelearning-getrieben Analysen zurück und nutze die Graphentheorie, um die Angriffsflächen und Beziehungen zwischen Assets, Benutzern und Computern in Millionen von Bedrohungsszenarien zu überprüfen.
So quantifiziere man kontinuierlich und kontextbezogen die Sicherheitsauswirkungen und die Risiken von Systemkonfigurationen, heisst es weiter. Indem man messe, wie viel Aufwand für Angriffe getrieben werden müsse, identifiziere man aber auch die Angriffswege und ermögliche Gegenmassnahmen priorisieren.
Saporo verspricht ausserdem, Unternehmen beim Umstieg in die Cloud absichern zu können. Derzeit werde Microsoft AD und Azure unterstützt. AWS, GCP und Okta sollen bis Ende des Jahres folgen.

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