Glasfasern für zu Hause - Realität in Baar! (1 Kommentar)

28. Juni 2007, 14:19
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Highspeed-Internet-Junkies könnten sich in nächster Zeit wünschen, sie würden in der Innerschweiz wohnen.

Highspeed-Internet-Junkies könnten sich in nächster Zeit wünschen, sie würden in der Innerschweiz wohnen. Genauer gesagt in Baar. Die ersten Deutschschweizer Privathaushalte, deren Bewohner nicht über schnöde Kupferkabel sondern über Glasfasern ins Internet gehen können, befinden sich nicht etwa in einer Grossstadt, sondern eben in der Zuger Kleinstadt Baar. Und der Netzbetreiber, der diese Pioniertat für sich beanspruchen kann, ist auch nicht einer der hiesigen Riesen wie Swisscom oder Cablecom sondern die von der Grösse her vergleichsweise bescheidene Stadtantennen AG Baar (STAG).
Anfang Juni wurden die ersten mit Glasfasern erschlossenen Gebäude, in der Wohnüberbauung "Rote Trotte" aufgeschaltet. Die Gebäude wurden gemäss dem Urdorfer Netzwerkbauer Broadband Networks mit einer universellen Kommunikationsverkabelung mit den entsprechenden Anschlüssen an das Telekommunikationsunternehmen ausgerüstet.
In den nächsten Jahren soll das Kabelenetz in Baar sukzessive auf Glasfasern bis in die Gebäude umgerüstet werden, wie uns Rolf Jung von Stadtantennen Baar erklärte. In der ersten Phase werde man Neubauten grundsätzlich über Glasfasern anschliessen, später sollen auch ältere Gebäude folgen. Dabei profitiere man davon, dass man bereits ein breit gefächertes Glasfasernetz "im Boden" habe, bei dem pro Knotenpunkt relativ wenige Enduser angeschlossen sind.
Stadtantennen Baar bietet neben normalem Kabel-TV digital TV, Internet und Telefonie an. Theoretisch, so Jung, könnte man den Bewohnern der roten Trotte schon jetzt Internet-Zugang mit 100 MBit/s anbieten. In der Praxis werden sie vorerst vor allem von der geringeren Störungsanfälligkeit der Glasfaseranschlüsse profitieren, aber mit der gleichen Geschwindigkeit surfen, wie andere STAG-Kunden in Baar, die über Koaxialkabel angeschlossen sind. (Ab dem 1. Juli bietet STAG neu Anschlüsse mit 10'000 / 800 Kbit/s für 89 Franken und 16'000/1500 Kbit/s für 98 Franken im Monat an.)
Für die Zukunft aber bieten die Glasfasern ein deutlich höheres Potential für neue Services wie HDTV, und eines Tages wäre sogar Gigabit-Ethernet möglich. (hjm)
Kommentare
~~Marcel Dällenbach, Wyland Elektronik GmbH
Hallo
Super, dass es innovative Kabelnetze gibt welche ihre Netze mit FTTH ausbauen.
Auch die GA Ossingen (www.gao.ch), ein kleinst Kabelnetz mit 380 Anschlüssen, hat schon seit September 2006 Glasfaseranschlusse bis ins Haus in Betrieb.
Man sieht, es sind nicht immer die Grossen "gross". Ganz getreu dem Motto:
klein aber fein.~~

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