Gratis­lizenzen für Partner: Microsoft krebst zurück

15. Juli 2019 um 14:45
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"Wir haben euch zugehört und gehandelt", schreibt die Partner­verantwortliche Gavriella Schuster.

"Wir haben euch zugehört und gehandelt", schreibt die Partner­verantwortliche Gavriella Schuster.
Anfang Juli sorgte eine Ankündigung von Microsoft bei den Partnern für grossen Ärger. Der Konzern teilte mit, dass ab Mitte 2020 keine Gratislizenzen für Microsoft-Produkte für den internen Gebrauch an Partner mehr vergeben werden. Die Ankündigung stiess unter den Microsoft-Partnern auf heftige Reaktionen, denn für diese hätte die Änderung bedeutet, dass sie die Lizenzen kommerziell erwerben hätten müssen.
Nun teilt Partner-Chefin Gavriella Schuster mit, dass Microsoft die Änderungen bei den internen Nutzungsrechten (IUR) zurückzieht. Man habe sehr viel Feedback von Partnern erhalten. In den vergangenen Tagen habe ein "gründliches Review" stattgefunden, schreibt Schuster und "wir haben euch zugehört und gehandelt."
Die Mitteilung von Schuster kommt wenige Tage nach einem Webcast und einer Online-Diskussion, "Ask me Anything", bei der das Microsoft-Management noch versuchte, die Änderungen zu rechtfertigen. Sie seien "im Rahmen einer Budgetkontrolle" nötig. Quellen von 'ZDnet' zufolge verzichte Microsoft aktuell auf rund 200 Millionen Dollar an Lizenzkosten für die Partner.
Neue Spezialisierungen und eine Security-Kompetenz
Im Rahmen der jährlichen Microsoft-Partnerkonferenz "Inspire" in Las Vegas gab das Unternehmen weitere Neuerungen für Partner bekannt. Die neue Security-Kompetenz von Microsoft ist nun allgemein verfügbar. Diese erlaube es den Partnern, ihr Fachwissen auf dem Gebiet stärker einzubringen. Partner können sicherheitsrelevante Dienste auf Azure und Microsoft 365 bereitstellen und ihre Kunden beim Schutz vor Cyber-Bedrohungen unterstützen, schreibt Microsoft.
Daneben stehen fünf erweiterte Spezialisierungen ab sofort zur Verfügung: Dazu gehören: Windows Server- und SQL-Server-Migration zu Microsoft Azure, Linux- und Open-Source-Datenbank-Migration zu Azure, Data-Warehouse-Migration zu Azure, Modernisierung von Webanwendungen sowie Kubernetes in Microsoft Azure. (kjo)

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