"Gute" Firmen geben CIOs mehr Macht

15. September 2009, 13:58
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Informatik-Chefs von "Hochprofit"-Unternehmen eher an der Entwicklung der Geschäftsstrategie beteiligt.

Informatik-Chefs von "Hochprofit"-Unternehmen eher an der Entwicklung der Geschäftsstrategie beteiligt.
IBM hat vergangene Woche eine neuartige globale Studie über CIOs veröffentlicht ("The New Voice of the CIO"). Neuartig ist sie deshalb, weil einerseits persönliche Gespräche mit weltweit 2598 Informatik-Chefs geführt wurden und nicht einfach Formulare abgegeben wurden. Andererseits wollte IBM wissen, was CIOs von Unternehmen mit rasch wachsenden Gewinnen von solchen mit langsam wachsenden Gewinnen unterscheidet. (Gewinn vor Steuern in den Jahren 2004 bis 2007.)
IBM hat heute in Zürich auch die Resultate der 92 Schweizer CIO-Interviews präsentiert. Die Schweizer Ergebnisse unterscheiden sich nicht wesentlich von den globalen. 58 Prozent der Befragten stammen aus Unternehmen mit 1000 bis 10'000 Angestellten, also KMU. 21 Prozent stammen aus Unternehmen mit weniger als 1000 und weitere 21 Prozent aus Unternehmen mit mehr als 10'000 Angestellten. Die meisten befragten Schweizer CIOs (39%) arbeiten im Industrie-Bereich, 31 Prozent in der Distribution (Logistik, Retail etc.), 18 Prozent in der Finanzindustrie, 10 Prozent bei der öffentlichen Hand und 2 Prozent in der Kommunikationsbranche.
"High-Growth"-CIO privilegiert
Auch für Schweizer CIOs gilt die globale Devise, dass die Integration der IT in die Geschäftsstrategie mit dem Erfolg des Unternehmens zusammenhängt. Sprich: Je erfolgreicher das Unternehmen, desto eher wird die Stimme des CIOs auch in der Teppichetage gehört. Während CIOs von Unternehmen mit langsam wachsenden Profit vor allem in ihrer Rolle als IT-Manager wahrgenommen werden, geniessen CIOs von profitableren Unternehmen eher Mitspracherecht bei Business-Entscheidungen.
Eine wesentliche Rolle bei "High Growth"-CIOs spielen Technologiepartnerschaften. Um Innovation voranzutreiben, agieren sie stärker im Partnernetzwerk als ihre "Low Growth"-Kollegen.
Ernüchternd ist schliesslich der Fakt, dass die Arbeit des "High-Growth"-CIOs nach wie vor an den klassischen Merkmalen beurteilt wird: Kosteneffizienz, Stabilität des technischen Supports sowie Projektausführung sind sehr wichtig. Für "Low Growth"-CIOs sind diese Kriterien auch wichtig – am meisten beachtet man aber die Budgetkontrolle.
Unter diesem Link (rechts unten "Registrieren") kann man sich für ein persönliches Briefing über die Schweizer Ergebnisse registrieren. (Maurizio Minetti)

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