HP: Ja, Xerox ist an uns interessiert

7. November 2019, 15:55
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Xerox müsste sich für die Übernahme hoch verschulden. Aber eine Konsolidierung im Printing-Bereich ergebe Sinn, finden Analysten.

Xerox müsste sich für die Übernahme hoch verschulden. Aber eine Konsolidierung im Printing-Bereich ergebe Sinn, finden Analysten.
Nach Medienberichten, Xerox sei an HP interessiert, bestätigt HP, dass es Gespräche zwischen den Unternehmen gebe. Man werde das tun, was im besten Interesse aller Aktionäre sei, schreibt HP. Zuvor berichtete das 'Wall Street Journal', dass Xerox dem Drucker- und PC-Hersteller HP ein Angebot machen wolle, das über dem Marktwert von 27 Milliarden Dollar liege.
HP schreibt nun in einem Statement, dass es auch in der Vergangenheit immer wieder Unterhaltungen zwischen den beiden Unternehmen gegeben habe. Man habe "von Zeit zu Zeit Gespräche mit Xerox über eine mögliche Unternehmensfusion geführt", so HP. Nun sei ein Angebotsschreiben von Xerox eingetroffen.
Das kuriose am angedachten Deal ist, dass Xerox mit einer Marktkapitalisierung von knapp über acht Milliarden Dollar rund drei Mal kleiner ist als HP. Beide Firmen werden durch den rückläufigen Einsatz von Druck- und Kopiergeräten belastet. HP hat auch mit einem stagnierenden PC-Markt zu kämpfen. Und auch beide Firmen haben mit Sparmassnahmen auf diese Entwicklungen reagiert. Der neue HP-CEO Enrique Lores will mit einer Umstrukturierung bis Ende 2022 bis zu 16 Prozent der Belegschaft abbauen. Xerox plane noch dieses Jahr 640 Millionen Dollar einzusparen, schreibt 'Bloomberg'.
Eine Zusammenarbeit würde die Kosten senken und den Wettbewerb in Bereichen, in denen sich die Firmen überschneiden, reduzieren. HP ist gemäss Analysten stärker im Markt für kleinere Drucker, während Xerox bei den grösseren Druckern die Führung habe. Dem 'Wall Street Journal' zufolge erwarte Xerox, dass eine kombinierte Xerox-HP-Einheit mindestens zwei Milliarden Dollar an Kosten einsparen könnte.
Würde Xerox auf den durchschnittlichen HP-Aktienkurs der letzten zwölf Monate einen Aufschlag von 30 Prozent anbieten, dann wäre ein Angebot in der Grössenordnung von 35 Milliarden Dollar realistisch, schreibt 'Bloomberg' weiter. Xerox habe 22 Dollar pro HP-Aktie geboten, berichtet 'CNBC' mit Berufung auf Insider. Damit würde sich eine Gesamtbewertung von rund 32,5 Milliarden Dollar ergeben.
Gemäss dem Analysten Robert Schiffman von Bloomberg Intelligence müsste sich Xerox mit über rund 20 Milliarden Dollar verschulden.
UBS-Analyst Munjal Shah schreibt, wegen des allgemeinen Drucks auf die Branche und der "ziemlich grossen" Anzahl von Akteuren, wäre "eine Konsolidierung in der Druckindustrie sinnvoll", zitiert ihn das Online-Magazin 'arrons.com'.
Nachdem HP das Statement publiziert hat, stiegen die Aktien um über sechs Prozent. Auch die Xerox-Papiere legten um rund 3,5 Prozent zu. (kjo)

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