Huawei: "Wir wollen einen profitablen Channel"

4. Juni 2012, 13:40
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Ausbau des indirekten Verkaufskanals geplant.

Ausbau des indirekten Verkaufskanals geplant.
Das chinesische Unternehmen Huawei Technologies hat sich in den letzten Jahren im Westen einen Namen gemacht als Ausrüster von Telekommunikationsfirmen. Hinter Ericsson belegt Huawei in diesem Bereich weltweit den zweiten Rang. Huawei will seine Telekom-Lösungen aber vermehrt auch Firmenkunden anbieten. 2011 begann man in der Schweiz mit dem Aufbau des Enterprise-Geschäfts, das im Gegensatz zum Carrier-Geschäft vollständig über den indirekten Handelskanal abgewickelt wird.
Huawei unterscheidet im Enterprise-Segment fünf Unterbereiche. Im klassischen Bereich mit Routern und Switches begann die Marktbearbeitung bereits 2011. Erst relativ neu ist das Geschäft mit Storage und Servern. Das Business mit Unified Communications und Collaboration dürfte erst ab Anfang 2013 richtig loslegen. Noch ziemlich marginal sind Lösungen wie Smart Grid sowie Consulting-Leistungen.
Urs Würsch (Foto), langjähriger Alcatel-Lucent-Mitarbeiter und Ex-Managing-Director von Phonet (heute Alltron), ist seit Ende 2011 bei Huawei Technologies Switzerland als Channel Sales Director tätig. Unter seiner Ägide soll das Enterprise-Business im Channel stark gepusht werden. "Wir wollen einen profitablen Channel", sagte er heute an einer Medienveranstaltung in Dübendorf. Letzte Woche ist das Urdorfer Broadband Networks zum zweiten Value Added Partner von Huawei in der Schweiz geworden. Der andere Value Added Partner ist Infoniqa SQL in Zug. Im Distributionsbereich setzt Huawei auf Also und Computerlinks. Daneben gibt es noch mehrere "einfache" Reseller, die drei klassische Partnerstufen erklimmen können. Zudem beschäftigt Huawei eigene Verkaufsleute, die den Channel unterstützen sollen.
Huawei will die eigene Belegschaft in der Schweiz weiter aufbauen. Bis Ende 2012 sollen über 400 Personen an Bord sein. Demnächst soll in Dübendorf ein neues Büro eröffnet und Ende 2012 dürfte auch die Gründung einer Niederlassung in der Westschweiz folgen. Das Unternehmen bekräftigte, man wolle künftig auch Lehrstellen anbieten. (Maurizio Minetti)

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