Huch! Fünf Jahre inside-channels.ch

1. Oktober 2009, 15:27
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17'011 grosse und kleine Geschichten, 2550 Newsletter, 317 Kolumnen, 43'230 Telefonate, 2 (mit)ausgebildete Journalisten und ein paar Millionen Franken Umsatz.

17'011 grosse und kleine Geschichten, 2550 Newsletter, 317 Kolumnen, 43'230 Telefonate, 2 (mit)ausgebildete Journalisten und ein paar Millionen Franken Umsatz.
Leicht verkatert von der vorabendlichen Start-Sause setzten wir (hjm, hc und Katharina Falkenstein †) am Morgen des 1. Oktober 2004 die Segel und stachen mit unserer Nussschale ins grosse weite Meer der Medien. Wobei: Muss man die Schweizer Medienwelt an der Schnittstelle zwischen Technologie und Wirtschaft nicht eher als Tümpel bezeichnen?
Unser Konzept war einfach: Wir wollten ein Online-Medium sein, das eigene Geschichten findet und nicht einfach der schnell und nebenbei mit "News" gefüllte Abfallkübel der Printredaktion sein sollte. Wir wollten eine kritische, gut geschriebene, manchmal lustige aber immer informative Zeitung machen - auf dem Internet. "Ein ehrgeiziges Ziel," kommentierte ein kritischer Kollege, der bei einem ehrwürdigen Blatt unglaublich geschliffene Sätze drechselt, und meinte damit: "Ihr werdet es nicht schaffen."
Eine Zeitung ist eine Software-Firma
Kritische Stimmen gab es vor fünf Jahren viele: "Die machen es nicht länger als sechs Monate", raunten und wisperten nicht ohne Selbstzweck die Verkäufer der Konkurrenz unseren potentiellen Werbekunden zu. Doch es kam anders. Unterdessen sind wir mit vier Journalisten (330 Stellenprozente) eine der grössten auf Informatik und Wirtschaft spezialisierten Redaktionen in der Schweiz und arbeiten profitabel.
Das Geheimnis dahinter? Neben den üblichen Vorteilen (wenig Overhead, viel Fleiss) einer Kleinfirma, in der fast alle Mitarbeitenden auch MitbesitzerInnen sind, hatten wir einen Startvorteil, der von allen übersehen wurde. Zusammen mit unseren Technologie-Partnern Ergon hängt am Telefon und quetscht selbst aus dem gewieftesten Mediensprecher noch ein Körnchen Wahrheit heraus, während sich die beiden Gründer, Hans Jörg Maron und Christoph Hugenschmidt täglich fragen, wozu es sie noch braucht. Über all dem wacht Gaby Jaussi, die Buchhalterin, die uns, streng aber gerecht, Bürokraten aller Art vom Leibe hält und als einzige weiss, was los ist.
Was schenken?
Und nun, liebe Leserinnen und Leser und liebe Werbekundinnen und -Kunden, fragen Sie sich sicher, was man uns denn so zum fünften Geburtstag schenken könnte. Wir haben da schon ein paar Ideen: Schenken Sie uns gute Stories (Sie wissen schon: Keine "Fachartikel" und "Successstories", sondern das Zeugs, das Sie selbst gerne lesen würden). Dann nehmen wir auch Fressalien (siehe Foto oben, dank an M.B.!) und Tranksame immer gerne, USB-Sticks wollen wir hingegen nur noch ab 8 GB, Betriebssysteme haben wir schon und edle Laptops nehmen wir höchstens für mindestens 4-jährige Langzeittests.
Oder noch besser: Unterstützen Sie Michel Paulis Projekt, der in Kamerun eine Informatik-Schule aufbaut. (Redaktion)

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