In Zürich starten Wirtschaft und Forschung ambitionierte KI-Initiative

29. Oktober 2019, 14:21
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Es braucht keinen Einsatz von Künstlicher Intelligenz um herauszufinden, dass KI eine grosse Zukunft haben wird.

Es braucht keinen Einsatz von Künstlicher Intelligenz um herauszufinden, dass KI eine grosse Zukunft haben wird. Damit die Schweiz im Allgemeinen und Zürich im Speziellen einen relevanten Platz im weltweiten Rennen einnehmen kann, bündeln nun diverse Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft ihre Kräfte. Dies teilt die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich mit der Mindfire Stiftung mit.
Die Idee dazu war letzten Juli bekannt geworden.
Nun haben sich die kantonale Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh, Vertreter von ETH, ZHAW, Universität Zürich, Universität Lugano sowie weiterer Forschungsinstitutionen mit der Stiftung Mindfire auf konkretere Schritte geeinigt. Swiss Re, ABB und das Startup NNAISENSE seien als Firmenvertreter ebenfalls an Bord.
Sie alle haben laut Mitteilung ein "Belvoir Manifest für KI" unterzeichnet, welches als "Gründungsurkunde" einer gemeinsamen Initiative gelten kann. Diese soll die Interessen und Ressourcen in einem konkreten wie ambitionierten Projekt vereinen. Gemeinsam will man innert zehn Jahren "Robot-Scientists" entwickeln. Dieser künstliche Wissenschafter soll "in der Lage sein, Konzepte zu erlernen, Wissen aus Vorlesungen aufzunehmen, mit Menschen zu interagieren und durch Kreativität und Neugierde Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, insbesondere in der medizinischen Forschung, zu unterstützen."
Zudem soll ein vernetzter Talent- und Forschungs-Hub für KI entstehen, der in Zürich Räumlichkeiten bietet, von einer unabhängigen Stiftung betrieben und von Hochschulen, Firmen und Institutionen mit Know-How und Ressourcen unterstützt wird.
Die Koordination übernimmt die Mindfire Stiftung. Deren Mastermind und Präsident ist Pascal Kaufmann, Mitbegründer des Tech-Startups Starmind und Neurowissenschafter. Er lobbyiert seit einiger Zeit eifrig für den Aufbau der Schweiz als KI-Standort von Weltrang. Er ist überzeugt, KI müsse zum Wohl der Menschen entwickelt werden und die Schweiz sei dafür prädestiniert. (mag)

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