IT-Personalverleih: BIT erteilt Grossauftrag

19. Juli 2012, 12:29
  • channel
  • bit
  • arbeitsmarkt
image

Vier IT-Personalverleiher erhalten Zuschläge für die Periode 2012 - 2016. Gesamtvolumen liegt bei knapp 28 Millionen Franken.

Vier IT-Personalverleiher erhalten Zuschläge für die Periode 2012 - 2016. Gesamtvolumen liegt bei knapp 28 Millionen Franken.
Das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) hat im Juni verschiedenen Firmen Zuschläge für den Personalverleih von IT-Spezialisten für die Periode 2012 - 2016 vergeben. Die öffentliche Ausschreibung erfolgte im Januar. Einen Zuschlag erhalten haben die Firmen GHR Intext und ITech Consult in Baar, Randstad Schweiz aus Zürich sowie IQ Plus mit Sitz in Winterthur. Das Volumen pro Unternehmen beträgt jeweils rund sieben Millionen Franken. Das Gesamtvolumen liegt bei 27,9 Millionen Franken.
Mit jedem Unternehmen wird im Umfang der publizierten Beträge jeweils ein Vertrag von bis zu 50'000 Arbeitsstunden (je Anbieter) abgeschlossen. Es besteht jedoch keine Bezugspflicht in diesem Umfang. Spezifische Projekte, Funktionen und Vorhaben in bestimmten Technologiebereichen werden weiterhin separat öffentlich ausgeschrieben und beschafft, erklärt das BIT auf Anfrage von inside-it.ch.
Personalverleih-Leistungen früher ohne Ausschreibung
Dass Personalverleih-Leistungen öffentlich ausgeschrieben werden, ist relativ neu. Am 1. Januar 2010 trat die Revision der Verordnung über das öffentliche Beschaffungswesen (VöB) in Kraft. Unter anderem wurde damit festlegten, dass Personalverleih-Leistungen neu nach den Regeln des 3. Kapitels der VöB auszuschreiben sind, auch wenn sie nicht vom WTO-Übereinkommen erfasst sind. Vor dieser Änderung mussten Personalverleih-Leistungen nicht öffentlich ausgeschrieben werden. Wenn nun solche Ausschreibungen nach dem 3. Kapitel VöB erfolgen, wird der Zuschlag mit der Publikation unmittelbar rechtskräftig. Ein solcher Zuschlag kann also nicht mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht angefochten werden, wie es bei WTO-Zuschlägen der Fall ist.
Zuvor, in der Periode 2007 - 2011, hatte das BIT 23 Personalverleih-Ausschreibungen durchgeführt. Um für jede einzelne öffentliche Ausschreibung grössere Aufträge abzuwickeln und somit von günstigeren Konditionen zu profitieren, die Flexibilität zu erhöhen und den erheblichen Ausschreibungsaufwand zu minimieren, habe das BIT seine Ausschreibungspraxis und Prozesse nun angepasst. Dies konkretisiere sich nun zum Beispiel in der soeben abgeschlossenen Ausschreibung mit den vier Zuschlägen, so das BIT. (Maurizio Minetti)

Loading

Mehr zum Thema

image

Tata Consultancy Services: "Wir gehören zu den ganz Grossen in der Schweiz"

Rainer Zahradnik, Chef von TCS Schweiz, erklärt, warum seine Firma hierzulande wenig bekannt ist und was sie für die CO2-Neutralität bezahlt hat.

publiziert am 26.9.2022 3
image

Wie ERP-Lösungen bei Unternehmen abschneiden

ERP-Anwender aus dem DACH-Raum kritisieren in einer Trovarit-Befragung die Performance der Systeme. Nachhaltigkeit ist zum Trendthema geworden, noch vor der Cloud.

Von publiziert am 26.9.2022
image

Das OIZ der Stadt Zürich hat seine SAP-Dienstleister bestimmt

Für 22 Millionen Franken hat sich der Stadtzürcher IT-Dienstleister SAP-Unterstützung in 4 Bereichen gesichert.

publiziert am 23.9.2022
image

Deutsche Telekom wird T-Systems nicht los

Die Verhandlungen zum Verkauf der IT-Dienstleistungssparte sind laut einem Medienbericht gescheitert.

publiziert am 22.9.2022