Keine Strafverfahren im "Fall Miracle"

30. März 2006, 14:39
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Rekurs abgewiesen: Die Miracle-Verantwortlichen müssen endgültig nicht vors Strafgericht.

Rekurs abgewiesen: Die Miracle-Verantwortlichen müssen endgültig nicht vors Strafgericht.
Der Fall von Miracle dürfte endgültig kein Fall für das Strafgericht werden. Wie das kantonale Untersuchungsrichteramt Bern heute gemäss 'sda' mitteilte, ist ein Rekurs zweier Aktionäre gegen eine Einstellung des Verfahrens abgelehnt worden.
Die beiden Aktionäre hatten gegen einen Entscheid aus dem Herbst 2005 Rekurs eingelegt. Damals hatten der zuständige Untersuchungsrichter und der Staatsanwalt entschieden, keine Anklage gegen die Miracle-Verantwortlichen zu erheben.
Diesen war vorgeworfen worden, sie hätten in Prospekten für den Börsengang von Miracle sowie in Geschäftsberichten die Umsatzahlen übertrieben. Ausserdem seien Probleme mit der Software "Miracle xrp" verheimlicht worden.
Die Strafverfolgungsbehörden kamen nun zum Schluss, dass die Umsatzzahlen nicht übertrieben waren. Mängel bei der Software seien zwar tatsächlich vorhanden gewesen. Den Verantwortlichen könne aber nicht nachgewiesen werden, dass sie über die Tragweite und den Umfang dieser Mängel informiert gewesen seien.
Der Langenthaler ERP-Hersteller Miracle war im November 1999 an die Börse gegangen und wenige Monate später eine theoretischen Börsenwert von über einer Milliarde Franken erreicht. Nach Medienberichten über unzufriedene Kunden stürzte der Börsenliebling aber ebenso schnell wieder ab und musste bereits im Oktober 2000 das Handtuch werfen. (hjm)

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