Lawson ERP besser als SAP, Oracle, Infor, QAD und Epicor?

9. August 2007, 12:27
  • business-software
  • erp/crm
  • studie
  • oracle
  • sap
  • infor
image

ERP-Studie unter Fertigungsunternehmen.

ERP-Studie unter Fertigungsunternehmen.
Das Forschungsunternehmen Aberdeen Group hat in den USA eine Studie zu Kosten und Nutzen von ERP-Software bei Fertigungsunternehmen durchgeführt. Die Ergebnisse dürften nicht bei allen darin vorkommenden ERP-Herstellern Freude hervorrufen, und die Methoden wohl harsch kritisiert werden, da die Hersteller darin deutlich unterschiedlich abschneiden.
Verglichen wurden allerdings nur die Anbieter QAD, Epicor, SAP, Oracle, Infor und Lawson. Die Aberdeen Group versuchte anhand einer Befragung von 645 Fertigungsunternehmen mit 50 Millionen bis einer Milliarde Dollar Umsatz die von den verschiedenen Softwareprodukten verursachten totalen Kosten in der Anschaffung und im Betrieb, und andererseits den von ihnen erbrachten Nutzen zu messen. Vor allem letzteres dürfte, da wohl nicht einfach zu messen, von den herstellern kontrovers aufgenommen werden.
Die von der Aberdeen Group ermittelten Rangliste bei den Gesamtkosten (TCO, Total Cost of Ownership) wird von Epicor mit 9644 Dollar pro User angeführt. Dahinter folgen Lawson (11826 Dollar), QAD (12161 Dollar), Infor (12773 Dollar), SAP (15067 Dollar) und Oracle(20983 Dollar). Eingerechnet wurden Kosten für Software, Services sowie drei Jahre Unterhalt. Die reinen Softwarekosten zeigen, mit einer Spanne von rund 5200 (Infor) bis 7400 Dollar (Oracle), weniger deutliche Unterschiede.
Den Nutzen versuchte Aberdeen in den Kateorien "Reduktion der Lagerkosten", "Verbesserung der termingerecht durchgeführten Lieferungen", "Reduktion der operativen Fertigungskosten", "Reduktion der administrativen Kosten" und "Verbesserung der Einhaltung von mit Herstellungs-Zeitplänen" prozentual zu erfassen. Die Ergebnisse liegen fast alle im zweistelligen Prozentbereich zwischen 10 und 20 Prozent - nur Lawson schwang überall relativ deutlich obenaus. Die Aberdeen Group bescheinigte Lawson in allen Kategorien ausser den Produktionskosten Reduktionen im Bereich über 20 Prozent.
Dies führt zuletzt zur Rangliste, die wohl am Kontroversesten aufgenommen werden dürfte: Den Kosten pro User und durchschnittlich in den fünf Kategorien erzieltem Prozentpunkt an Verbesserungen. Hier führt Lawson mit 516 Dollar (Durchnittlicher "Mehrwert" 22,9 Prozent), vor Epicor mit 598 Dollar (16,1 Prozent), Infor mit 816 Dollar (15,7 Prozent), QAD mit 969 Dollar (13,2 Prozent), SAP mit 969 Dollar (15,6 Prozent) und Oracle mit 1791 Dollar (13,2 Prozent).
Eine ausführliche Zusammenfassung der Studie kann hier bezogen werden – Lawson stellt sie verständlicherweise gerne zur Verfügung. (Hans Jörg Maron)

Loading

Mehr zum Thema

image

Das OIZ der Stadt Zürich hat seine SAP-Dienstleister bestimmt

Für 22 Millionen Franken hat sich der Stadtzürcher IT-Dienstleister SAP-Unterstützung in 4 Bereichen gesichert.

publiziert am 23.9.2022
image

RZ-Ausfälle kosten schnell mal mehr als 1 Million Dollar

Eine internationale Studie zeigt, dass die Betreiber auch im nachhaltigen Umgang mit Strom und Wasser noch Verbesserungs­potenzial aufweisen.

publiziert am 22.9.2022
image

MFA kommt erst langsam in Firmen an

Die Zahl der Unternehmen, die Multifaktor-Authentifizierung für Angestellte implementieren, steigt einem Report von Thales zufolge nur langsam.

publiziert am 22.9.2022
image

Yokoy kündigt seinen Vertrag mit Bexio

Weiteres Ungemach für Kunden des Business-Software-Anbieters. Das Fintech Yokoy will sich künftig auf mittlere und grosse Kunden fokussieren.

aktualisiert am 23.9.2022 1