Luzerner Stadtrat will 14 Millionen für mehr Digitalisierungs-Power

27. September 2021, 11:54
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Die Stadtregierung möchte mehr Projekte durchziehen können und will auch mehr Security- und Datenschutz-Know-how.

Die Luzerner Stadtverwaltung soll Digitalisierungsverantwortliche für die fünf Direktionen und eine neue Fachstelle für Informationssicherheit und Datenschutz erhalten. Der Stadtrat fordert für zusätzliches Personal 13 Millionen Franken für die nächsten zehn Jahre.
Die Stadt Luzern verfügt seit 2020 über eine Dienstabteilung Digital, die mit 6,5 Vollzeitstellen dotiert ist. Der Stadtrat hat deren Tätigkeit beleuchtet und seine Digitalstrategie in einem Bericht aufgezeigt, den er nun veröffentlicht hat.
Die Digital-Abteilung sei vor allem mit verwaltungsinternen Projekten beschäftigt und habe weitere Erwartungen geweckt, die sie mit den vorhandenen Ressourcen aber nicht erfüllen könne. Es gelte, die Verantwortlichkeit der Abteilung zu schärfen und ihr auch verwaltungsexterne Projekte zu ermöglichen, die einen Mehrwert für die Bevölkerung bieten würden.
Um dies zu gewährleisten, beantragt der Luzerner Stadtrat dem Parlament, die nötigen Stellen in der Verwaltung zu schaffen. Zum einen sollen die Direktionen Ressourcen für je eine Person erhalten, die über das notwendige Know-how der digitalen Transformation verfügt. Dazu sollen 250 Stellenprozente neu geschaffen werden. Die fünf Direktionen müssten aus bestehenden Ressourcen je 40 bis 50 Prozent beisteuern.

Datenschützer und Innovationsprojekte

Die Dienstabteilung Digital soll zum einen eine Fachstelle Informationssicherheit und Datenschutz aufbauen und dazu zusätzlich einen Datenschutzberater und einen Informationssicherheitsspezialisten anstellen. Zudem soll sie Verstärkung erhalten für Innovationsprojekte.
Insgesamt beantragt die Regierung für die Personalkosten auf zehn Jahre gerechnet 12,85 Millionen Franken, dazu kommt knapp eine Million Franken Sachkosten. Die vorhandenen Ressourcen seien ungenügend, um die rund hundert laufenden Projekte in der Stadtverwaltung zu realisieren und gleichzeitig im Bereich Smart City aktiv zu werden, also um mithilfe von Technologie und Daten die Lebensqualität und die Standortattraktivität zu steigern.

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