Die Berner Fachhochschule (BFH) hat Matthias Stürmer zum Leiter des Instituts Public Sector Transformation ernannt. Seine bisherigen Tätigkeiten, die zahlreiche Digitalisierungs-Themen wie digitale Nachhaltigkeit, künstliche Intelligenz, Open Data, Open Government, Smart City und öffentliche Beschaffung umfassen, könne er bestens an der BFH Wirtschaft einbringen, schreibt die Fachhochschule.
Das EVP-Mitglied sei in der Politik als Initiant und Geschäftsführer der Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit (Parldigi) wie auch als ehemaliger Stadtrat bestens vernetzt. Er sei ein profunder Kenner des öffentlichen Sektors, heisst es in der Mitteilung.
Wie Stürmer auf Anfrage von
inside-it.ch erklärt, wird er seine neue Stelle im Sommer antreten, die Studienleitung an der Universität Bern aber noch bis Ende Jahr behalten. Auch danach wolle er sich an seiner Alma Mater noch in Lehre und Forschung engagieren. Die Weiterbildungen an der Universität – der CAS Öffentliche Beschaffung – werden dieses Jahr wie geplant durchgeführt.
Stürmer plant, künftig an der BFH Weiterbildungen im Bereich öffentliche Beschaffung anzubieten. Entsprechend sollen die Themen öffentliche Beschaffung, Nachhaltigkeit und IT-Ausschreibungen am Institut Public Sector Transformation auch in der Forschung intensiviert werden. Daneben seien ihm die technischen Kompetenzen ein Anliegen. Es habe in der Schweiz in Sachen E-Government in den vergangenen Jahren viele Studien, Konzepte und Analysen gegeben. Dies sei auch wichtig, so Stürmer, aber es gebe eine Lücke zur konkreten technischen Umsetzung. Diese Kompetenzen zur Entwicklung von Prototypen, Pilotplattformen und MVPs (Minimum Viable Product) sollen nun ausgebaut werden.
Das Institut Public Sector Transformation will eigenen Angaben zufolge Fach- und Führungskräfte sowie Organisationen des öffentlichen Sektors in die Lage versetzen, den digitalen Wandel aktiv mitzugestalten. Im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftige man sich mit den durch die Digitalisierung eingeleiteten Veränderungen und Anpassungen im öffentlichen Sektor, heisst es auf der Website des Instituts. Im Fokus stünden der Wandel demokratischer Prozesse und neue Möglichkeiten der Partizipation, der Aufbau einer geeigneten Dateninfrastruktur und die Gestaltung von Innovations- und Veränderungsprozessen.